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4 (1817) Anacardium - Bromus
Entstehung
Seite
47
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in Zolltiefe Furchen dünn und einzeln gesäet, mit der aufgeworfenen Erde einen halben Zollhoch bedeckt, auch gegen späte Nachtfröste mit etwas Moos und leichten Dünger verwahrt.Nach 4 bis t» Wochen kommen die jungen Pflänzchen zum Vorschein. Sie blühen zwarschon im ersten Jahre, tragen aber erst im zweiten etwas,,im drillen endlich viel Saamen^ nunpflanzt man sie i bis 2 Fuß weit auseinander und läßt sie fortwachsen. Geschwinder kommtman zum Ziel, wenn man Würz elsprossen einlegt. Vor der Anpflanzung muß derBoden tief gegraben oder rajolt und gut gedüngt werden. Späterhin, muß er immer von U n»kraut rein gehallen werden.

Nach der Ernte oder nach dem Abnehmen und Einsammeln der Saamenkapseln,»erden die^Srängel picht über der Erde weggeschnitten, und die fehlenden Pflanzen eracknzt. Von den aufschiessenden Stängeln läßt man nur die Hälfte und zwir die stärksten und größten stehen, und selbst an diesen müssen, um desto schönere Seide zu ^hal-len, nicht alle Blüth enbüschel geduldet werden. Der Ertrag so behandelter Pflanzen istansehnlich. l3)

Di« Haupldenuhung der Seidenpflanze besteht in der Saamen seide. Da dieSaamenkapseln nicht auf einmahl reifen, so muß man beim Einsammeln darauf sehen,daß man nicht reife mit unreifen zugleich abnimmt; noch weniger darf man die erster« überdie Zeit stehen lassen, weil sie sich öffnen, und der Wind die Seide wegführt. Die gesammel-ten Saamenkapseln schüttet man an einen lustigen Ort zum Trocknen hin, nimmt dann dieSeide heraus, sondert dieselbe vom Saamen ab, zu welchem Geschäft Kinder dienen, undnun ist sie zum Verbrauchen fertig.Ohne alle weitere Behandlung, als daß man sie durchSchlagen mit einem Stocke auflockert, dient sie statt der Federn, und Pserdehaare zu Bet-ten. Kissen, Polstern, Matratzen. Sie lockert sich wie Daunen oder Federn sehrleicht auf, und ist sehr weich und warm. Zum Spinnen möchte sie ohne allen Zusah zu kurzseyn: daher vermengt man sie mit einer passenden Quantität feiner Schaa fw olle, mit Flachs.Hanf oder Fl 0 ret und C 0 cc 0 nseide, am besten aber mitBaumwvlle.

Ein Garn von 1/3 dieser Seide Mit 2/3 Baumwolle dient vortrefflich zu Hand«schuhen, Strümpfen, Mützen und dergleichen. Durch die verschiedene Mischungen lassensich So mm er Manchester, Nanking, Hirsey und andere schöne Zeuge daraus bereiten.Man weiß diesen Fabrikaten auch schon verschiedene Farben zu geben, und wird darinn durchVersuche noch weiter kommen. Einezweite Benutzung geben dieStängel, wenn man siewie Flachs oder H a n s behandelt. Man kann aus den gewonnenen Fasern dieser Stän gel

'3) Man lese Schnxher.