einen vierblätirigen abfallenden Kelch; 4 kreuzweis gestellte Kronenblätter und 6 Staubgefäße, vonder 4 langer und 2 kürzer sind. Das Schötchen ist zweisächerig, und seine Scheidwand verlängertsich in einen schiefen klauenähnlichen Fortsatz, der langer als das Schötchen selbst ist. Sie ist dieeinzige bisher bekannte Art.
Man sehe die 274. Tafel.
Diese Pflanze hat die sonderbare Eigenschaft, daß, wenn man sie vor dem gänzlichen Verblü«hcn ausreißt, und gelinde abtrocknen läßt, sie zu jederzeit, wie die Moose, wieder auflebt, sobald sieins Wasser gestellt wird. Die.eingetrockneten Blüthen entfalten sich, die Stengel und Blatter er«frischen sich ebenfalls, und die ganze Pflanz« erhalt ihr voriges Ansehen wieder; ja wenn man sienicht zu lange im Wasser liegen läßt, und allmählig wieder abtrocknet, so kann man diesen Versuchöfters wiederholen. Es konnte nicht fehlen, daß diese merkwürdige Eigenschaft zu mancherlei Aber-glauben und Erwartungen Anlaß gab. Man glaubte dadurch die Geburtsstunde bestimmen, auchvermittelst eines Aufgußes vom Kraute die Geburt befördern, und die dabei gewöhnlichen Schmer-zen lindern zu können. — Sandige Gebenden in Palästina, und am Ufer des rochen Meeres sindder Wohnort dieses Gewächses; in Deutschland laßt, es sich in.Mistbeeten ziehen. Man säet zu dwfem Ende die Saamen im Ap«l, und bedecket sie ganz flach mit leichter sandiger Erde; die hervor-sprossenden Pflänzchen bedürfen weiter keine Wartung, als daß man sie da, wo sie zu dick stehen,verdünnet, und bei anhaltender trockner Witterung die Erde bisweilen befeuchtet. Die Saamen be-halten ihre Keimfähigkeit nicht lange, daher muß man Sorge tragen, daß die Pflanzen alljährlichreisen Saamen bringen, daß man immer im zweitinMcr dritten.Jahre.frische» aussäen kann., Sieist ln mehreren botanischen Garten anzutreffen. ...... '
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Ochsenzunge.
Dies Pflanzengeschlecht aus der 5. Klasse und 2. Ordnung (l^inanclri« NouoZ^nin) zeichnetsich durch seinen füiistheiligen bleibenden Kelch, durch die einblättrige trichterförmige Blumenlron«.,deren Röhre walzenförmig und so lang als dir Ketch ift, aus. Die Mündung der Blume ist biszur Hälfte fünsspaltlg^der Schlund'mis5 erhabenen, hervorragenden, länglichen Schüppchen ge-schtess.n. Die 5 Staubfäden sind sehr kurz. Die Staubbeutel länglich, aufliegend und verdeckt.Eierstöcke l. Der Griffel fadenförmig, so lang als die Staubfäden. Der Staubweg stumpf aus