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bereitungen davon viel häufiger und gewöhnlicher, aus denen wir jetzt die vorzüglich,stcn einzeln näher betrachten wollen.
Backwerke und Confituren von Mandeln. Man findet in den Kochbü-chern Anweisungen zu einer Menge von Zubereitungen aus den Mandeln, die bald ein»fach, bald aber sehr zusammen gesetzt sind, als: geröstete, weiß überzogene, gebacke-ne Mandeln, Mandeläpfel und andere Früchte, Mandelbiscuit, Mandeldo'gen, Man-delbrod, Mandelbutter, Mandelkäse, Mandelkräpfchen, Mandelkränze, Marcipan, Man-delmaultaschen, Mandelmuß, Mandelpräzeln, Mandelschlangen, Mandelschnitten, Man-delspäne, Stritzel, Strudel, Pasteten und Torten von Mandeln; worüber wir durch-gängig auch bey Krünitz 4) eine ausführliche Belehrung finden. — Schon in den ä'l-testen Zeiten sollen auch einige Völker in Meden, nach dem Berichte des StraboZ),aus gedörrten Mandeln ein Brod gebacken haben, das, wie auch neuere Versuche 6)zu bekräftigen scheinen, angenehm und schmackhaft gewesen seyn dürfte. — Alle die-se Backwerke sind zwar einige als mehr oder als weniger nahrhaft, von mehrerenAerzten sogar für Schwindsüchtige, Erschöpfte und Auszehrende empfohlen worden;allein schon die Mandeln für sich sind als schwer verdaulich bekannt, um so viel mehrnoch die mancherlen Zubereitungen derselben, und es wird gewiß ein starker gesunderMagen erfordert, dieselben zu verdauen. Die grünen iu Zucker eingemachten Mandeln,die gerösteten oder gedörrten Mandeln, und die mit Zucker gebrannten Mandeln sindnach Zuckert 7) wenig nahrhaft, und erregen am leichtesten Sodbrennen; diese nebstden weiß überzogenen und die in Schmalz oder Oehl gebackenen Mädeln gehören alsounter die ungesunden, unverdaulichsten Speisen,, die den Magen beschweren, und nichteinmal von gesunden Personen ohne Nachtheil in größerer Quantität genoß?» werdendürfen. Sollten jedoch einige der zuvor genannten Kranken noch gute und unieschwäch,le Verdauungskräfte besitzen, so könnte ihnen, nebst einigen fiußigcn Gericht«,« vonMandeln, die jetzt sogleich aufgezählt werden sollen, bloß das Mandelmuß unddie Mandel spane, als leichter verdaulich und mehr nahrhaft, gestattet werden.
Flüßige Gerichte und Getränke von Mandeln. Zuerst kommt hierdie Mande l milch in Betrachtung; welche man erhält, wenn die abgeschälten Kernezerflossen und mit Wasser abgerieben werden; indem sich hier das in den Mandeln vor-
4) Oekonomische Encpclopädie 1. Theil, Ceit. 743 — 770.
5) <3<:c>Fl3pu. I^lb. Xl.
«) Breßl. Samml. ,710. Iu!. Ceit. 40.
7) Ioh. Fliedr. Zuckert, von den Speisen aus dem Pflanzenreich; Berlin ,773. S. 72.
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