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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
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312
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durchsressen, voll Staub, auswendig mit lehm, Bolus oder Kreide b?''ch"''ert ist,was in der Absicht gejchieht, um die (öcher von Würmern, denen er sehr unterwor-fen ist, zu bedecken, laagt nichts, uno ist als unbrauchbar zu verwerfen. Der engli-sche Ingwer, welch, n die Engländer aus O tindien unn den ihnen gehörigen antillischenInseln nach Europa bringen, ist weich, faserig, er wird sehr bald wurmstichig, läßtsich nicht recht z Pulver stossen, und ist daher selten gut, indem er meistens die iibelnMerkmahle an sich hat.

Der eingemachte Ingwer (dnncMum AinZideriz) wird ebenfalls aufe>ne zwcyfacke Art, entweder aus der frischen oder aus der getrockneten Wurzel bereitet.Die frische Wurzel pflegt man sowohl in Ost »als Westindien mit Zucker, Honig oderSyrup e nz »machen ; vorzüglich sind hierin die Chineser berühmt, und sie treiben mitdem eingemachten Ingwer zu Batcwia mit den Holländern einen starken Handel, vonwo er nach Europa gebracht wird. Um ihn zu bereiten wird die noch grüne zarte undunreife Wurzel aus der Erde genommen, sorgfältig geschält oder abgeschabt, und inkleine Stücke oder Scheiben zerschnitten. Große Knoten taugen hierzu weniger, alskleine. Die zerschnittene Wurzel wird dann, um ihr einen Theil ihrer Schärfe zu be,nehmen, z 4 Tage in See, oder anderm Salzwasser, und noch 7 » Tage insüßem Wasser eingeweicht; beydes Wasser muß aber täglich zweyma! ab - und frischesdarauf gegossen werden. Hierauf kocht man die Wurzel eine gute Stunde lang inWasser, legt sie wieder einen Tag hindurch in frisches Wasser und, nachdem man siewohl hat auströpfeln lassen, in dünnen, aber wohl abgeklärten und heißen Syrup;nach 24 Stunden wird dieser wieder abgegossen, und z 4 Tage lang, alle 24 Stun-den, frischer, doch jedesmal dickerer Syrup, heiß darüber gegeben; der abgegosseneSyrup ist, weil er die Schärfe der Wurzeln an sich gezogen h.it, ganz unbrauchbarund wegzuschütten. Zuletzt legt man den Ingwer mit einem d/ckcn, ab»r wohl aöge-klarten Syrup oder Honig in kleine Fässer, von wo er nach einiger Zeit wieder her-ausgenommen und getrocknet wird; will man ihn feucht behalten, so läßt man ihn inden Fässern mit Syrup liegen. Guter eingemachter Ingwer, hat eine helle gelbli-che oder Bernsteinfarbe, er ist fast durchsichtig, unter den Zähnen mürbe, aber dochnicht weich, angenehm scharf schmeckend, und sein Syrup hell. Zum Verkauf einge-machter und unter dem gemeinen Volke gebräuchlicher Ingwer ist bey wcicem nicht sogut, er hat gewöhnlich eine braune Farbe, einen dermaßen beißenden und brennendenGrschmack, daß wenn man nicht daran gewöhnt ist, es fast unmöglich fällt, ihn aufder Zunge zu halten, und der Syrup davon ist schwärzlich.

Auch der getrocknete Ingwer wird sowohl in Vnedig zum Verkauf,und bey uns zum eigenen Hausbedarf vielfältig eingemacht; er ist aber keinesweges sogut, «ls der frisch eingemachte ostindische. ^ Das Verfahren dabey ist folgendes. Man