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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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268
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^ /. 6) H.

beet, und gräbt, um den Wachsthum der neuen Wurzeln zu befördern, die Töpfe indasselbe ein ; dabey ist aber zu bemerken, daß um den Mittag, wenn die Sonnen-strahlen gerade auf das Mistbeet fallen, die Glaser bedeckt, und den Pflanze» ein guterTheil luft gelassen werden muß. Gegen den August fängt man an, die jungen Ge-wächse nach und nach, mehr an die frcne tust zu gewöhnen, die sie dann, wenn sieeinmal stark genug sind, recht gut vertragen, so daß sie nur über Winter in ein Glas-haus eingestellt werden dürfen. Noch habe ich zu erinnern, daß wenn man beym Ab-nehmen der Schößlinge gewahr werden sollte, daß sie da, wo sie mit der Mutlerwur-zel zusammenhiengen, feucht senn sollten, dieselben, vor dem Verpstanzen, zwey bisdrey Tage außerhalb der Erde, an einem trocknen Orte liegen müssen, um tr«cken zuwerden, indem sie sonst der Fäulniß allzusehr ausgesetzt seyn würden; denn diese Ge-wächse sollen überhaupt sehr trocken gehalten, und höchstens die Woche nur einmal»ßig begossen werden.

Die wenigen Aloearten, welche keine Nebenschossen treiben, können dadurch der-mehrt werden, wenn man einige von ihren untern Blattern abnimmt, sie zehn bis vier-zehn Tage an einen Ort legt, wo sie austrocknen können, dann den Theil des Blat-tes, womit selbes an der alten Pflanze angewachsen war, einen halben, oder auch «ach«dem das Blatt groß ist, anderthalb Zoll tief, in mit oben beschriebener Erde angefüll-te Töpfe setzt, sie etwas begießt, und überhaupt so verfährt, wie bey der Vermehrungdurch Nebenschossen gesagt wurde. Dies in so fern sie bloß als seltene Gewächsein unsern Gärten einen Platz verdienen.

Nicht bloß ih«s seltsamen Ansehens wegen, als Zierdegewächse in großen bota«nischen Gärten sind uns die Aloearten merkwürdig, sondern vorzüglich in Rücksicht desüberall, unter dem Namen Aloe, bekannten gummiharzigen Körpers, der von ihnengewonnen wird. Alle Aloessrten gebe« denselben, eine mehr, die andere weniger; ei<ne von besserer, die andere von schlechterer Qualität. So behauptet man, daß dieährentragende Aloe (^Ic»ö spicata) dieses Gummiharz in der besten Qualitätgeben soll; allein es scheint vielmehr, daß nicht die Verschiedenheit der Aloesorten, we-nigstens nicht allein, sondern vorzüglich der Unterschied in der Art der Zubereitung, diegrößere oder geringere Güte des Aloesaftes bestimme. Wir kennen viererleyGattungen des Aloesaftes, welche schon an einem andern Orte») beschriebe«wurden, und die wir theils in Kürbissen und Kalebassen, theils in Fäsiern aus Barba-dos und von dem Vorgebirge der guten Hoffnung erhalten. Die Zubereitung desselbenist, wie schon erinnert wurde, verschieden. Die meiste und schönste Aloe erhält man,

>) Im I. Bande dieses Werkes, Ceite «5. und ,6.