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Arzncykläfte verliert, so ist sie bey den neuer« Aerzten ganz in Vergessenheit gekommen,um so mehr da wir eine Menge anderer und wirksamerer Arzneymictel der Art kennen. —Endlich ist noch zu erinnern, daß, wenn das Vieh von dieser tauch.irt zfrißt, die Mi!ch,einen so unerträglichen Knobiauchsgeruch erhält, daß sie davon ganz ungenießbar wird.
^LLIUiVt VI^H/XQtD, Weinbergsknoblauch; oder tauch, dessen Stamm
Zwiebeln und runde Blätter nagt und dessen Staubfäden drey lange Spitzen haben, (^l-jiurn caule tsretifolic» dttidifero, liarniniliuz tiicuspillatis.) — Man sehe die5l6l. b. Tafel.
Er heißt auch Ackerlauch; rother Feldrnoblauch; Ftldlauch; Hundelauch; Wein-lauck; wilder tauch; wilder Knoblauch. — tat. bey Pünius Milium in aiviz; denCamerer Milium tenuifolniln; bey Cordus Milium campelire/ bey Gesner, Cäsalpinund Durantes Milium l^lvelire; bey Dodonäus Milium s^lvcüre minug 8. tenni.laüurn; bey Fuchs Milium l^lveltre primum; bey Penci und tobel Milium /)lve»lire tenuifolium; bey Malthiol ^llium l/Ivelire, c/ll<Zcl «pningcoroclon,- bey Tra-gus Milium caniinim primum, bey C. Bauhi» Milium s^lvelire c^mr^elire iiurz)u.r^IcenZ; auch^lliunr cam^eltre^unoifnljurn c^pitilturn pur^ur^loenä m^iu» et rni»nus ; bey I. Bauhin ?orruin l^lvellre vineÄium; b^y Haller Milium ItÄininibusalterne rriliclig, fulii» lillul«li5, c^pite bulbilero, r^llice rnulli^Iici; und Miliumraclice inultiplici, toliig NIiul«li3, capite IpKlLrico bulbiler«, li^n.inibug glteruetlili6i.<;. — Franz. /^il lies viZne«; ^illsrotte. — Engl, ci-av^ 6?.rlicK. Ilal.^Zlic» 6e?lle vizns ; t'orranllalÄ. — Span, ^jnlle ving».— Port, ^lno c)Z5 vm-1^25; kurros dl^vaä. — Holl. V^in^ÄÄrcl8l>c>l)K; wilcle I^ciail; l^unclzlciok.— Dan. vilcl Nvlll6ii; ltonclelcili. — Schwed. V^nßZrtlslöll) Huntielnli.
Man findet diese tauchart in Deutschland, in der Schweiz, auf den Sandfeloern,auf Heiden und in Weinbergen. Sie ist ausdauernd, und blüht im Julius und August.
Die Wurzel hat viele, der Große nach verschiedene, dicht an einander liegende,und gleichsam eine Zwiebel ausmachende Bollen, wie der Knoblauch und die Rockenbol-len. Die einzelnen Bollen oder Zieben sind weiß, auf der Seite, wo sie aneinander lie-gen, platt und etwas vertieft oder ausgehöhlt, auf der entgegen gesetzten freyen Seiteüber erhaben oder gewölbt, an dem ober« Ende zugespitzt und nicht selten mit Haarenbesetzt. Die Blätter sind walzenförmig, hohl, einen Fußlang, dünn. Der Sten-gel erreicht zwey Fuß Höhe. Die Blüchenscheide ist lang und dünn. Die Blumen-blätter sind klein, grünlich weiß, mit einer violetten tmie bezeichnet, meistens auchganz purpurroth. Die Staubfäden bestehen aus zwey langen Bolsten, die außer derBlume hervorragen. Die ganze Pflanze, besonders die Wurzelbolle hat einen sehr schar-fen, widrigen Knoblauchsgeruch.