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Rockenbol; zahmer und Feldknoblauch; spamscher Knoblauch; spanische Schalotte; inNiedersack je» Beeslook. — tat. in der schwedischen Flora Milium cgflitulo bulbos««,-ecto, loliig zilgnis lulicrenatig, vZßini» Änci^»itil,U8; bey Haller Milium Ka>lninil)U3 ^lternS triN6i8, ci,pite bulbitern, lcZpc» i>nt« rnaruritgtem cnntorto;im cliffortischcn Garten ?orrurn l-acliee lilter^li corclsts lolicla, peäunculo rev«-I„tc>, c^pite bulbikero; bey C. Bauhin Milium inontZnum bioorn« latilolium,Ncire clilute pui-puraicente; auch Milium lativurn alterum, oder ^,N>opial'umoaulig lnmmc» circumvoluto ; bey I. Bauhin ^llii ßerms OpKioscoi-liclun dictumc>uitiu56^m; beyClusius Milium 5. lV^o!)^ montÄNUm lgtil<^Iium primurn ; sonst noch^Ilia^orruin, /^lli'opralum, ^ntiscoroclon , Milium spIiLeroce^liglum , Milium poz--linum, Oriliiolcora^on. — Franz. ^il locirmdule; kia^uembule; ^il s>orre«u; ^i^6'^lp3ßne; Lcllalotte 6'Ns^ii,^ne: ^il li-rpentin. — Engl, ttocambole; Vi.pei-g. ßZl-licK. — Ital. 5corotlopliilu; ^ßlio-porro; I^cicZmbolil. — Span,^jo lcoro^opiilsci, 8ea Zjupuerrci; Racainlic'lH; ^)'c> 6e ^s^^nlia. — Port.8cor«clc>s>lc,lc); ^Niopui-lo; liocambola; Nclialota cle Hes^goli^. — Holl.nooi-lilclie Louli; I^aolc l^gre^e.— D ä n. äliovlüß; ^^e<-!ä^; (,l-a5>ö.Li. —Island. L^llinz;» I^guKur. — Schwed. I^gcKendoll; (^rilslüli; Keipe. —Poln. I>ucxn^ OxngneK.
Man findet diese lauckart inOeland, Dänemark, Pannonien und Deutschlandwild wachsend unter dem Rocken. Von diesem Standorte ist auch der deutsche Nameentstanden; denn statt Knolle sagt m^in auch Bolle, und weil die Wanze meistens un-ter dem Rocken angetroffen wird, so ist daher die Benennung Rockenbolle gekommen,welche aber die Franzosen so sehr verdorben haben, daß man die deutsche Abkunft kaummehr daran erkennen kann. Sie ist ausdauernd, wird bey uns häusig in Garten gezo-gen, und blüht im Iunius.
Die Wurzel ist eine dem gemeinen Knoblauche ähnliche, aus einigen Zehenoder Zieben bestehende Bolle, und wie dieser mit mehreren weißen Häuten überzogen,die sich von einander absondern lassen. Der Geruch derselben ähnelt dem Knoblauche;ihr Geschmack ist etwas scharf, bitter, halbzwiebclarng, aus der Zunge und im Schlun,de stechend. Der Stengel wird zwey bis drey Fuß hoch; er ist unterhalb einesFingers dick, und wird nach oben zu immer dünner, nach Art der Binsen. Die Ro-ckenbollrn aber haben den Namen Schlangenknoblauch, weil sich ihre aufschießendenSaamenstengel zurück nach der Erde, und mit der Kapsel wieder in die Höhe biegen,mit ihrem Wachsthume also der Figur lmer gekrümmten Schlange oder eines Post-horns nahe kommen. Die Blätter, welche zu unterst hervorkommen, sind gemei,niglick, fünf an der Zahl, platt, den Blättern des Porres gleich, aber größer. Sieumschließen den Stengel bis auf eine gewisse Höhe, begeben sich nachher los, und schla-