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ten. Allein da einige Arten der Pilze einmal als ganz unschädlich allgemein anerkanntsind, so wäre wohl die Vorsicht etwas zu weit getrieben, wenn man von der Natur sohäufig hervorgebrachte, wirklich nahrhafte Gewächse ohne alle Rücksicht aus der Klasse,der Nahrungsmittel ausschließen wollte; um so mehr, da die meisten von den Schrift-stellern durch den Genuß der Schwämme aufgezeichneten Beyspiele beobachteter Unglücks-fälle, wahrscheinlich bloß aus Unwissenheit, durch eine Verwechselung eßbarer Schwäm-me mir wirklich giftigen herrührten, und nicht durch zufällig eintretende Nebenumständebey genau bestimmten, als eßbar bekannten Arten eintrafen. — Wenn daher das Ein-sammeln der Pilze mit der gehörigen Behutsamkeit und Vorsicht geschieht -, wenn keineandern, als nur bekannte genießbare, nicht zu alte, noch halbfaule, vom Ungezieferwohl gereinigte, gut zubereitete, in nicht zu großer Menge, und nur von Personen, de-ren Verdauungskräfte im gesunden Zustande sich befinden, verspeist werden: so wird ge-wiß auch kein weiterer Nachtheil darauf erfolgen. Die tägliche Erfahrung bestätligetdiese Behauptung: indem wir immer in allen tändern Europa'S dieses Nahrungsmittelentweder für sich allein, oder als Beyessen, Häufig ohne üble Folgen genießen sehen»Herr Pallas 22) s<,gf hierüber: „In den waldigten Gegenden (von Arsamas) sind die„Schwämme, nächst dem Brod, die gewöhnlichste, und fast einige Fastenspeise des ar-„men Landvolkes. Auf den Winter werden einige Arten getrocknet, andere eingesalzen„aufbewahret. Ueberhaupt genießt man in Rußland, den Fliegenschwamm, die stinken-den Mistschwämme und einige magere kleine Pilze ausgenommen, fast alle Arten, auch„wenn sie schon wurmstichig und dem Untergange nahe sind. Und doch hört man nicht,„daß diese Gewächse, so wie sie der tandmann hier zu genießen pflegt, nehm/ich bloß„mit Salz, oder höchstens mit Oehl gesotten, oder nur mit etwas Salz verkehrt auf„die Kohlen gesetzt und halbgar gebraten, jemals schädlich geworden seyen."
Ich habe mich über die Schwämme, ihren Nutzen und Schaden im Allgemeinenso ausführlich verbreitet, theils weil der Gegenstand selbst wichtig und unserer ganzenAufmerksamkeit würdig ist, theils weil das hier Gesagte nicht nur allein auf die Blättec-schwämme insbesondere, sondern auch auf alle Pilze überhaupt anwendbar seyn wird, undich mich folglich, bey der Behandlung der übrigen Gattungen, bloß hierher werde beru-fen dürfen. — Und nun zur Aufzählung der einzelnen Arcen.
^6^61(^5 ^QI.1/V<I!LU5, Knoblauchschwamm: oder strunkichter Blä'l-terschwamm mit einem gewölbten, undurchsichtigen, oben braunen, unterhalb weißeu
««) P. S. Pallas, Reise durch verschiedene Provinzen des Russischen Reiches, in einemausführlichen Auszüge. Frankfurt und Leipzig, ,776. I.Band, SeiteZo.