,22
^ ^ T' ^5 l7 F ^/.
vorsichtigen Genuß dieses Gewächses bey einem Menschen sich wirklich einige, der zuvorgenannten, schlimmen Zufälle einstellen, so kann man durch häufiges Trinken von öhlich,ten und schleimigen Mitteln, warmer Milch und, wenn sonst nichts bey der Hand seynsollte, von lauem Wasser, aus der Stelle einige Erleichterung verschaffen; wenigstensdoch so lange, bis man im Stande seyn wird, eine zweckmäßige ärztliche Hilfe, mittelstBrechmittel u. s. w. zu erhalten s).
Obschon aber die gemeine Gleisse von den Menschen, wie wir gehöret haben,nicht ohne Nacktheit verspeist werden kann, so ist sie im Gegentheil den meistenT Hieren gänzlich unschädlich, von denen sie auch ohne den geringsten Wioerwil,len gefressen wird; nur weiß man aus der Erfahrung, daß sie den Gänsen eben«falls gefährlich zu seyn pflegt. Wenn hingegen einige Schriftsteller Beobachtungen an-führen , die sie gemacht haben wollen, daß nehmlick die Gleisse auch von Menschenohne Schaden gespeist worden: so ist zu vermuthen, daß diese Pflanze entweder nur ineiner sehr geringen Menge genossen wurde, in welcher sie nicht wirken konnte, oder daß,wie Herr v. Haller glaubt, andere ihr ähnliche, aber weniger schädliche, dafür an,gesehen und so mit ihr verwechselt wurden. — Was endlich die Arzneykrafle dergemeinen Gleisse betrifft, so kommen sie ganz mit denen des geflecktenSchierlings(Canium maculatuln) überein, nur sind sie durchaus etwas schwächer, woher es auchgeschieht, daß sie in der Heilkunst nicht gebraucht, und ihr dieser letztere borgezogenwird; doch soll nach den Berichten einiger Aerzte, die Gleisse in manchen Gegenden Un-garns, als ein Mittel gegen den Stein, ziemlich häufig im Gebrauche sen».
^Al'NI^s^ lVIKU^, Barwurzel; oder Gleisse mit Blättern, die durchausvielmal getheilt und borstenförmig sind, (^erkula loliig omnikug muItirHartito.leta.ceiz.) "— Man sehe die 2Z9. b. Tafel.
Sie hießt auch Bärufenchel; Waldfenchel; Bärendill; Hausmark; Herzwurzel;Mutterwurzel; Saufenchel; wilder Bärendill; Beerwurzel; Beerenfenchel; Bärmutter-wurzel; Bärwurz-Gleiß; Gebärwurzel. — tat. bey Elusius vaueug Hleum; beyDodonäus Meuni: bey Crantz I^guliicnm Meum; bey Scopoli äeleli oleum; beylinne in seinen 3pec. plant, und bey v.Haller ^r^manta Neum lolialis CÄpillari-bn5. leminikus ^ladri« ttriarig / bey Rivin Meum ; bey C. Bauhin Hleum toliisanerni,- bey I. Bauhin Neun, vulgare renuilnlinrn; bey Iacqxin lVIeum 2tna-lnanticum; in den Apotheken noch: Neu; Meon; l'arcl^lnim; ^nernum urNnum;I'ceniculum urlinum; liaälx urLnÄ. — Franz. ^etliule ä keuilleg capilläiles;
5) Man sehe den Artikel Aconitum in diesem Bande Seite 63,