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Vlumenblättchen von verschiedener Größe und in ungleiche Abschnitte scheut. Der Saa,me ist klein etwas länglicht rund, von einer Seite stach, von der «»der,, erhaben undgestreift, nehmlich mit vier Furchen und drey erhabenen Stricken bezeichnet.
Die gemeine Gleisse gehört unter die giftig enDo ld en gew ächse, undodsckon sie eines der gelindesten ist, so hat ihr Genuß dennoch öftns schon einen t'ödt-licken Erfolg gehabt. Traurige Erfahrungen haben uns belehrt, daß auf den Genußihrer Wurzel, noch mehr aber wenn das Kraut verspeist wird, bey den Menschen Ban-gigkeiten, Sinnlosigkeit, Wahnsinn, Raserey, Nauchstüsse, heftiges Erbrechen, uner-iragliche Schmerzen im Kopfe, im Magen und Unterleibe, anhaltender Schlummer, einAufschwellen des ganzen lcibes, zuweilen mit einer schwarzbiauen Farbe, Zuckungen und,ncht selten der Tod erfolgen '). Die Gefahr, mit der wir durch den Genuß diesesschädlichen Gewächses bedroht werden, ist um so größer, da es mitten unter den eß,baren Gemüsarten in unser« Küchengärten, alö ein lästiges und furchtbares Unkraut,sehr häufig hervorkommt, und einigen aus diesen so ähnlich sieht, daß es, hauptsäch-lich bevor es noch blüht, nur durch ein aufmerksames Prüfen von ihnen unterschiedenwerden kann. — Am meisten wird die gemeine Gleisse. zun, größten Nachcheilder Gesundheit der Genießenden, mit der Petersilie verwechselt, und es istsehr wahrscheinlich, daß diejenigen Fälle, die uns verschiedene Schriftsteller anführen, inwelchen das Schierlingskraut anstatt der Petersilie verspeist worden seyn soll, vielmehrauf die gemeine Gleisse oder den Gartenfchierling als auf den eigentlichen Schierling< lüonium mÄculglum) passen. Man unterscheidet aber die Gleisse von der Petersiliedadurch, daß erstcre eine dünnere Wurzel, hat, welche entweder ganz geruchlos ist, oderbenm Zerreiben nur einen unangenehmen etwas knoblciuchartigen Geruch von sich gcebt,da hingegen die Pertersilienwurzel den bekannten angenehm aromatischen, ihr stets ei-gcnthümlichen Geruch hat; ferner sind die Blätter der Gleisse dunkelgrün, an der obernund untern Fläche glänzend, und riechen ebenfalls, wenn man sie zwischen den Fingernreibt, nach Knoblauch; die Blätter der Petersilie haben im G gcncheile eine hellereFarbe, an der untern Fläche keinen Glanz unü den nehmlicken aromatischen Geruch,wie die Wurzeln; endlich sind an den Stengeln der Gleisse noch die zuvor beschriebenendartförmigen Doldenhüllen zu bemerken, welche bei) der Peter/Uie gänzlich fehlen. Ein
') Job. Fried. Gmelin's allgemeine Geschichte der Pflanzengifte. Nürnberg ,777. 8voSeit. Z24. — Von diesem Werke ist auch eine neue vermehrte und verbesserte Auflage,Nürnberg ,802 erschienen. — Ebendesselben Abhandlung der giftigen Gewachst inSchwa-ben Num. HZ, Seit. 221. — Johann Samuel Halle deutsche G>ftpfla>,j,n n,ch ihrenbetanischen Kennzeichen nebst den Heilungsmittell,. Berlin 1794. 800. Nu.«. 44. S. 77.