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Branntwein, zu Essig, und da man denn durchaus ein Surrogat des arabischenKaffees haben will, auch zu Kaffee zu benutzen gesucht'4). Allein die hierüber ange-stellten Versacke sind bis setzt noch unbefriedigend, und obschon sie in mancher Rücksichtvor vielen andern vorgeschlagenen Früchten -als Substitut des Kaffees gebraucht werdenkonnten, so ist wieder aus der andern Seite ihre beynahe unbezwingli'che Bitterkeit zu be-trachten, welche sie auch hierzu untauglich macht.
Um die Früchte des Roßkastanienbaumes noch besser, als bisher geschah, benutzenzu können, und sie vielleicht sogar auch für den Menschen genießbar zu machen, hat manschon lange eine Veredlung derselben durch Verbesserung der Erde, dura' 'öfteresEinäugeln u. s. w. zu «zwecken gesucht. Allein der Erfolg entsprach keinesweges diesenBemühungen, und die Verbesserung der Flüchte bleibt daher immer noch ein patrioti-scher Wunsch und ein aufzulösendes P ob!em für Gartenkünstlcr >5).
Uebrigens hat man auch noch Abarten des gemeinen Roßkastanienbanmes mitweiß, und gelb scheckigen Blättern. Diese empfehlen sich vorzüglich für Pflan-zungen in Lustgärten, in denen eine auffallende Verschiedenheit herrschen soll. — Sie for-dern nebst eincn, frischen Grunde, einen ch,,mgen Standort, und werden durch das Ocu<liren auf Stämme der H upcart fortgepflanzt; doch die Unbeständigkeit von dergleichenNatuvspielen an den Blättern »st hinlänglich bekannt, als daß man dabei) auf eine dauer-hafte bleibende Schactl.nng Rechnung machen könnte 's).
^650171^5 1.11^^, gelbblühenw Roßkastanie; oder nach Willdenow:
Roßkastanie mit fünsch eiligen, an der Rippe der untern Fläche haarigen, am Rande
gleichförmig gezähnten Blättern, mit vierblättrigen Blumenkronen, ben dene» d,e Nagel
der gegeneinander geneigten Blumenblätter länger als der Blumenkelch sind. (^Slculu»
llava foliis Huin^tis lulituz »c! coüain pubelc6i,tiliu5 öecjugliter leri-ulati«, carul»
lis tet^sietalis, petÄlorurn culNiiventium luiZuibu» cal^ce lonZioribug.) __
Man sehe die 23h. Tafel.
Sie heißt auch: g^lbe Pavie; wilde Kastanie mit gelben Blumen. — tat. benWangenheim H,el>u!u5 lutea ccirollis lieptanelrig Iutei8 vilcoNä claulis, lulii« eli»ßilÄtis uvsto Ignceol^ti» lt-rsatis. Im Kurt. lien^. ^elculu» llilva tuliulig qui»nig, coioU^ tslninis corclIto si,blotut,cli8, u«ZuiliU5 c«l^ce cluplo lonZioiibus.
>4) Beckmanns Geschichte der Erfindungen ,. Band, Seit. 497.
»Z) Schmidt's Oesterreichs allgemeine Baumzucht ,. Thl. Seit. 39. — »nd Mebicus,
Kurpfälz. Bemerkungen des ^jihres »774, Seit. ^73.'s) Abhandlung von Anziehung u»o Anpfianzung der Castanienbäume. von Ioh. Gstth<.
Pictsch. Halle ^7/b. 8vo.
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