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Kraut aber wird zugleich mit den Blumen eingesammelt. — In Si beriet gebrauchtman sowohl die Wurzel, als auch das Kraut, in einem Absude gegen das Blulharnenund den Blutfluß aus den weiblichen Geschlechtsteilen; die getrocknete Wurzel unddas getrocknete Kraut mit den Blumen zu Pulver zerstossen, als Schnupftabak ge,braucht, verursacht ein heftiges Niesen, was man aber ohne den Rath eines Arztesnicht zu oft versuchen muß, indem dadurch leicht ein heftiges Nasenbluten und andereüble Zufälle entstehen könne«. — Das junge Kraut kann im Fruhlinge unter denSalat gemischt und verspeist werden; auch das Vieh frißt es sehr gen,. — EinigeOekonomen rathen noch, zwey ioth von der wilden Bertramwurzel und eben so vielklein zerschnittenes Tausendgüldenkraut, in einem Säckchen ins Bier zu hängen, um seldes vor dem Sauerwerden zu verwahren, und lange gut zu erhalten.
Ausser den jetzt angeführten Achilleenarten, welche bey uns theils häusig n^dwachsen, theils in Gärten gezogen werden, und einen mehr ausgebreiteten Nutzen ba-den, giebt es noch einige andere, deren Gebrauch viel eingeschränkter und geringer istund von denen wir hier zwar keine Abbilounaen liefern, die aber dennoch eine kur<c Er,'wähnung verdienen.
^(Mll^Kä ^Itt^l'ä, Achillmkraut mit gefiederten Blättern, deren Fc,der« kammartig, ziemlich ungetheilt sind: und mit haarigen Blumenstielen (^clnliealoüi» pinnulis pectinatis inte^riugculig, pe^unculi« villolis) 8). -_ Es heißt auchschwärzliche Garben; griine Raute; geschwärztes Achillenkraut. — Bey Clusius i^p.tkenium alpinum. — Franz. ^ckillee a teures cle <^momil!e. — DiesePflanze ist nuf den schweizerischen, wallisischen, österreichischen und sal,jburgischen Al.pen an rauhen und feuchten Orten zu Hause. Sie ist ausdauernd, und blüht im Julius.— Die Wurzel ist holzig. Der Stengel ist aufrecht, ungefähr sechs bis achtZoll hoch, rund, einfach, behaart, und besonders gegen der Spitze zu summt den Blu-menstielen wollig; die Blätter stehen wechselsweise, umfassen den Stengel, sindwie wir oben hörten, gefiedert, etwas behaart und grün. Die Blumen stehen amEnde des Stengels, und bilden einen flachen Strauß. Die Kelchschuppen sind in derMitte grün, und fast zotig; die Ränder sehen verbrannt und schwärzlich aus. Die röh,n'gen Zwitterblümchen der Scheibe sind gelblich; die Halbblümchen des Strahls sind en.förmig, weiß, und an der Spitze manchmal dreyzähnig. Das Kraut hat einen balsami-schen , angenehmen Geruch; und einen sehr bittern, würzhaften Geschmack. — VieleSchriftsteller glauben, und selbst Murray ist dieser Meinung, daß das in den Apothe-
») Eine Abbildung dieser Pflanze findet man in lacquin Nor. «ulir. Vol. I. t^b. 77.