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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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Von dieser Gewächsgattung hat linne ein und zwanzig Arten auf-gezählt, die vormals unter zwey verschiedene Gattungen, nehmlich Schafgarbe (Mil-leioiiuin) und Nieskraut (?iarmica) vertheilt waren , von ihm aber unter einemildem gemeinschaftlichen Namen Achillenkraut, gebracht wurden. Von diesen ein undzwanzig Arten sind dreyzehn in Europa einheimisch: als der leberbalsam(^cKiUe-3, ^Zeratum), das filzige Achillenkraut (^,. tainent032), das großblättrigeAchillenkraut (^. macropKiUli), das clavenische Achillenkraut (^. claven»:), dasNieskraut (^. ^tarmic^), die Alpenachillee (^. alpine), das schwärzliche Achillen-kraut (^. arrata), das bisamduftende Achillenkraut (^. inozekata), die Zwerchachillee(^. nana), das große Achillenkraut (^. maßna), die Schafgarbe (^,. Htilleldlium),das edle Achillenkraut (/V. nobilis), und das wohlriechende Achillenkraut (^.. oäarata)von denen aber bisher nur die vierte, fünfte, siebente, achte, zehnte, eilftc und zwölfteArt in Deutschland wild wachsend gefunden wurden.

Die unter dieser Gesch lechts benenn« ng begriffenen Pflanzen haben eineMenge Blätter, welche ganz kurz, in sehr viele, mehr oder weniger zarte Fasern getheiltsind, aus verschiedenen Federchen oder schmalen Flügeln bestehen, die sich in eine Spitzeendigen, und ohne eine bestimmte Ordnung längs den Rippen hin stehen. Ihre kleinenBlumen sitzen zu oberst an den Stengeln, die mit einigen Päckchen von Blättern besetztsind, so zahlreich und gedrängt beysammen, daß sie einen stachen Strauß oder eine unächteDolde bilden. Sie sind alle niedrig, und die höchsten unter ihnen werden sel-ten iiber zwey Fuß hoch. Sie haben eben keine besonders schöne Blumen, verdienen aberdoch in großen Gärten, der Abwechslung wegen einen Platz, weil sie, unter andern per-cnnirenden Pflanzen von gleichem Wüchse auf kleine Hügel verpflanzt, wegen der ver,schiedenen Form ihrer Blätter, die sie den ganzen Winter hindurch behalten, sowohl zudieser Jahreszeit, als auch im Sommer, sehr gut in die Augen fallen. Ihre Vermeh-rung geschieht durch Stecklinge, durch das Zertheilen der Wurzeln und durch den Saa>men; sie lieben einen trocknen, magern und sandigen Boden; vertragen die freye luft sehrgut, und haben keine sonderliche Wartung nothwendig, ausser daß man sie vom Unkrautrein halten, und ihre Wurzeln vom zu großen Ausbreiten einschränken muß: indem sie sonstzum Schaden der nahestehenden Gewächse sehr stark um sich wuchern, u«d einen unansehn-licken struppigen Wuchs bekommen. Das Versetzen muß immer gleich im Anfange desHerbstes geschehen, damit sie, bevor noch die große Kälte einfällt, schon Wurzel gefaßthaben, und so die Fröste leichter vertragen. Fast alle Achilleenarten besitzen,vorzüglich in den Blättern, einen mehr oder weniger würzhaften Geruch, daher sie auchals Arznenkräuter ihren Nutzen haben, und gepulvert durchgängig als ein Ätiesemit-tel gebraucht werden können. Die vorzüglichsten Insekten, welche auf den