Druckschrift 
2 (1803) Continens alterum plantarum officinalium editionis ultimae pharmacopoeae austriaco-provincialis
Entstehung
Seite
100
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

555

clausuni, colonz profunde vlulacei <^cznal, ni^ricanti»; iuncium Nor!» NZmuiaoccnpant ^lamenti« numeroli«, ü^vi»,egpillariliuz, coruIlÄäimiclin I^rev^iuriuus,»ntlreri« ciiclymis, erecliz. Omn<?3 plan»ti« parte« lnnt inocloröe; s<°cl p^ululummaNicatLs lin^nW i>cerri,num, urentein,öc üin perNlienteirl l^porem imprimunt;sula raclix mitior eli. ^ln collectionec^ver: cleoet, ne ^ nemone prHten»./i « cum »nemone pnlsatilla 1^. conl^ln»clallir, cujuz llo« minus nulan«, paten»tic>r, nirsutiur, colore-pZIüclior, petali«recti« öc pe6unculo etiZm inrsntiuri in.Kructu« eli, ita ut foÜ3 cauüiic, lOliLlora,minus in conlpcctum veniant.

?ui sali IIa ni^ricanz jam veter!l)U3c^uiciem meclici«, ciui eam in vi>ri«Ii« ,murnilli«, pectoris morbi« «tljue leliri-liU5 intermittentiuuz sppücnerunt, v^ilua resulvente ac cllZpnureticcl nnta erZt.8ec1 tractu lemporiZ ilerum in «blivio-nem venielHIt, clonec Dominus 1^.I). 2 ^to«r!i, inliitutiz p'.urimi« expe-

^ rimentiz, ejus ul'um 3pplicationemcjuellenuo mnnlilÄ^erat. Oommenclaturcon»tra clulures noclurnos olicucopn«, to-plios venereos, pglalvllm, 3ni2UfulimA c3t?.ract»m.,, t^eroa siccat« iplaoi6in»tur in inkulo, vlll'cnlntim a!?su»menclo, 2 clraclnna unica 36 unciam le»lnispro ac^UH ierviäa: libra. l^xtrac»

von innen aber dunkel- grün ist. Jener Thelldes Stengels, welcher über die Hülle hinaus.-ragt, trägt eine nackte, sechsdlättrige und Hey?nahe geschlossene Blume, welche eine dunkel,violette und beynahe schwärze Farbe hat. Aufdem Grunde der Blume stehen die Staubge-fäße mit unzähligen, gelben, haarforinigenStaubfäden, die mehr als um die Hälfte kur-zer sind, als die Blnmenkrone; die Staub-beutel daran stehen zu zweyen, und sind auf-recht. Alle Theile dieser Pflanze haben keinenGeruch; wenn man sie hingegen etwas zer-läuet, so verursachen sie einen sebr scharfen,brennenden , und lanqe anbauenden GeschmackNiif der Zunge; die Wurzel allein ausqenom-men, welche milder iss. Bey dem Einsam-meln muß man si6' b:'ten, daß man die W'c-seü- Ane m o ne nicht mit der eigentlicl en Kü-chenschelle (^'iemone I'nlsgiiü« 1^.) ver-wechsle, welche letztere eine Bwme trägt,die weniger hangend, mchr offen, stärker mitHaaren bewachsen ist, eine blassere Harbe, ge-rade Blumenblätter, und auch «inen häufigerMit Haaren belehte» Stengel hat, so daß mandie Blätter an demselben, welche doch längersind, viel weniger sehen kann.Die schwärzliche Küchenschelle warzwar schon den ältern Aerzten als ein nustif-sendes und schweißtreibendes Mittel bekannt;indem sie selbe auch bei) deu Po^en, Masern, beyBrnsikrankheiten und in internuttirenden Fie-bern gebrauchten. Allein in der Folge derZeit kam sie ganz in Vergessenheit, bis daßHerr Ba-ron von Stärk ihren Ge»brauch, und die Art sie anzuwenden, durchhäufige angestellte Versuche, wieder auf dasneue zeig::. Man empfiehlt sie wider nächt-liche Knochenlck merzen, venerische Knochcn-auswüchse, den grauen und schwarzen Staar,bey kährmmaen. Das getr 0 ckn eteK ra urselbst wird in einem Ausgüsse von einer Drach-me bis zu einer halben Unze auf ein Pfund