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Schafte, die kaum die Höhe eines Fusses erreichen., Jeder trägt ander Spitze eine eiförmige Aehre, ähnlich dem Ende einer Keule, unddachziegelförmig bedeckt mit häutigen, eiförmigen, ausgehöhlten, an-fangs grünlichen Schuppen, welche an der Spitze und am Rande weiss-gelblich sind und später eine schön rothe Farbe annehmen. Diese Aeh-ren enthalten mehrere gelbliche Blumen, die sich nach und nach öffnenund in dem kurzen Zeiträume eines Tages verblühen. Die Blumendeckeist einblättrig, dreispaltig, ungleich und walzenförmig; die einblättrigeBlumenkrone offen und ungleich dreitheilig; der obere Lappen ganz,lang, aufrecht, etwas vertieft, der untere klein und in zwei schmaleStücke getheilt. Alle sind etwas zurückgerollt. Das einblättrige Ho-niggefäss (von einigen mit zur Krone gerechnet, die alsdann viertheiligerscheint) ist etwas dreilappig (zweilippig) breit und gegen den Randzu purpurfarbig - röthlich und mit gelben Flecken bezeichnet. DerStaubfaden ist über dem getheilten Staubbeutel verlängert und an derSpitze pfriemenförmtg und gefurcht. Der Fruchtknoten sitzt unten,und der in der Furche des Staubbeutels aufgenommene Griffel ist fa-denförmig; die Narbe kopfföraüg. Die Frucht: eine eiförmige, dreieckige,im Innern in 3 Fächer getheilte, dreiklappige, vielsaamige Kapsel. DieSaamen länglich, schwärzlich, von aromatisch - bitterin Geschmacke undeinem angenehmen Gerüche. Die Blumen öffnen sich im Monat Sep-tember, gegen den December sterben die Stengel ab, und im folgendenJanuar müssen die Wurzeln herausgenommen werden, später werdensie holzig.
Im Handel hat man zwei Sorten , nämlich den braunen oder ge-meinen Ingwer (Ziwßber commune s. nigrum s. vulgare) und den weissenIngwer (Zinyiher nlbuni). Die Wurzeln der ersteren Sorte sind fest,dick, knotig, hornartig, runzlig, bei 2 Zoll lang, und aussen gelbgrauoder weissgrau, und inwendig röthlichgelb oder bräunlich. Die Wurzeldes weissen Ingwers ist gelblichweiss oder weisslichgrau, knollig, festund inwendig röthlichgelb. Beide Sorten kommen von derselben Pflanze^und sind nur dadurch verschieden, dass die ersteren, vorher von Fa-sern und Schmuz gereinigten Wurzeln mit kochendem Wasser abgebrüht,und dann schnell durch Ofenwärme; die andern hingegen von der äus-sern Rinde gereinigt, und dann ohne Abbrühen sorgfältig aa der freienLuft getrocknet werden, und nur diese letztere ist zum pharmaceuti-schen Gebrauche zu verwenden. Beide Sorten sind flach gedrückt,knotig, zuweilen fast handförmig, auf dem Bruche glatt und harzig.Die besten Stücke sind die, welche fest, schwer, von starkem, ange-nehm aromatischem Gerüche sind und einen schaffen, feurigen Ge-schmack besitzen. Wurmstichige, zerbrechliche, weich::, mürbe, sehrzaserige, leichte Stücke sind untauglich. Den meisten Ingwer erhaltenwir aus Jamaica; für den besten hält man den ostindischen , den vonMalabar und Bengalen. "