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1 (1839) Einfache Mittel
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ZINCUM

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starken Zibethgeruch, sowie einen erwärmenden und scharfen Ge-schmack besitzenden, flüchtigen Oeles bedeckt. Der Rückstand in derRetorte war gelb gefärbt. Er wurde nach dem Erkalten filtrirt unddie durchgelaufene Flüssigkeit gelind verdampft, wo eine bräunlichgelbeSubstanz von schwachem Zibethgeruche zurückblieb, welche man zurTrennung des Fettes und Harzes mit absolutem Alkohol digerirte. Dieserfärbte sich nur sehr schwach und nahm etwas Riechstoff auf. Die zu-rückgebliebene Substanz war nun sehr auflöslich in Wasser geworden ;die Alkalien zeigten eine sehr starke Einwirkung und die basischenSalze bildeten mit ihr gelbe Niederschläge, wobei sie die Flüssigkeitganz entfärbten.

Zuletzt wurde der Zibeth in einein Silbertiegel eingeäschert undnach Zerstörung der voluminösen Kohle-die Asche mit warmem Wasserausgelaugt. Der Auszug färbte den Veüchensaft grün, das gerötheteLackmuspapier blau, bransete mit Säuren auf, gab mit Salpeters. Baryteinen in Salpetersäure unauflöslichen Niederschlag und mit Platinauf-lösung eine geringe Menge des gelben dreifachen Salzes. Der in ko-chendem Wasser unauflösliche Rückstand löste sich schon in der Kältein verdünnter Salzsäure vollständig auf; auf Zusatz von Ammoniak ent-stand ein gelblichweisser Niederschlag; bernsteins, Ammoniak, sowieblaus. Eisenkali zeigten die Gegenwart des Eisens.

Nach dem Angeführten besteht der Zibeth aus: 1) freiem Ammo-niak; 2) einem festen und einem flüssigen Fette ( Stearin und Elain);3) Schleim; 4) Harz; 5) flüchtigem Oel; 6) gelbem Farbestoff; 7) koh-lens. und schwefeis. Kali; 8) phosphors. Kalk und Eisen.

Benzoesäure, wie im Castoreum (vergl. S. 303), konnte nicht auf-gefunden werden.

Die medicinische Anwendung des Zibeths, ähnlich wie die desMoschus und des Bibergeils, deren zuerst von Avicünna erwähnt wird,hat fast gänzlich aufgehört, da er wohl selten unverfälscht zu erhaltenist; jetzt bedient man sich desselben nur noch zum Wohlgeruche.

Zincum. Zink.

Wird aus den mit Kohlen gemengten Zinkerzen durchSublimation in Ostindien, England und Schlesien bereitet.Ein weisslich-bläuliches, auf dem Bruche blättriges, zer-brechliches, erhitzt hämmerbares, sich verflüchtigendes Me-tall. Geglüht wird es beim Zutritte der Luft, eine weissegrünliche Flamme fassend, in ein- im glühenden Zustandecitronengelbes, dann weisses Oxyd verändert. SpezifischesGew. = 6,8 7,1.

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