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1 (1839) Einfache Mittel
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SACCHARUM

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der Ernte abgeschnitten und als Steckling benutzt; das übrige Rohrwird zur Zeit der Ernte nahe bei der Erde abgeschnitten, in Bündelzusammengebunden und auf die Mühle gebracht, welche so eingerichtetist, dass das Zuckerrohr zwischen zwei grossen eisernen Walzen ge-quetscht und der ausgepresste Saft aufgefangen wird. Das ausgepressteZuckerrohr (Bayasse) wird getrocknet -und als Brennmaterial verwandt.Den Saft (_Vesou) lässt man etwas sich abklären, dann wird er mitetwas Kalkmilch vermischt und bis -f" 48° R. erhitzt. Hierbei verbindensich die in dem Zuckersafte enthaltenen, die weinige Gährung sehrbald einleitenden Bestandteile — Pflanzenleim oder Pflanzeneiweissund nach Guiboürt Gallertsäure — mit dem Kalke, bilden eine zu-sammenhängende Masse und erheben sich auf die Oberfläche der Flüs-sigkeit. Dieser Schaum wird mit einem breiten Schaumlöffel wegge-nommen, die Flüssigkeit in einen Zweiten Kessel geleitet und hier mitKalkwasser gekocht, wobei sie sich noch weiter klärt. Dann lässtman sie in einen dritten Kessel laufen, setzt wieder frisches Kalkwasserzu, wenn es noch nöthig scheint. Wenn der Saft vollkommen helleund bis zur Consistenz des gewöhnlichen Syrups eingekocht ist, sobringt man ihn in den letzten Kessel, wo er bis zum Krystallisations-punkt eingekocht wird. Er wird dann in hölzerne Fässer vertheilt,welche auf dem Boden einige mit den Stielen der Palmblätter ver-stopfte Löcher haben, welche man nach geschehener Kristallisationöffnet, um den flüssigen Zucker (Melasse) abtropfen zu lassen. Derkrystallisirte Theil wird unter dem Namen roher Zucker oder Mosco-vade ( Moscdivnlunt) nach Europa gebracht. Hier wird aus diesem inden Raffinerien der weisse Zucker gewonnen, und zwar dadurch, dassman den rohen Zucker mit klarem Kalkwasser zusammenbringt und dasGanze gelind erhitzt. Der sich bildende Schaum wird abgeschöpft unddie Flüssigkeit mit verdünntem Rindsblute vermengt, hierauf bis zumKochen erhitzt, abgeschäumt und mit dein Zusetzen von Rindsblut unddem Abschäumen fortgefahren, bis dieselbe vollkommen klar gewordenist. Der geklärte Saft, der jetzt noch mit thierischer Kohle gesottenwird, wird in einen andern Kessel geleitet, und endlich zur Kristalli-sation eingekocht, d. h. bis er körnig zu werden scheint. Dann wirder in irdene Gefässe, die eine kegelförmige Figur haben, und derenmit einer Oeffnung versehene Spitze nach unten gekehrt ist, gegossen,wo er binnen 24 Stunden gerinnt. Hierauf wird der Pfropf aus derdamit verschlossenen Oeffnung herausgezogen, um den Syrup auslaufenzu lassen, und der nach oben gerichtete breitere Theil der Form wirdmit einer angefeuchteten magern Thon- oder sogenannten Zuckererdebedeckt. Dieser Thon entlässt allmälig sein Wasser, welches die ganzeZuckermasse gleichmässig durchdringt und den noch darin enthaltenenSyrup auflöst, welches Verfahren zu verschiedenen Malen wiederholtwird. Wird die Auflösung des gereinigten Zuckers einer regelmässigen

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