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1 (1839) Einfache Mittel
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SABADILLA

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harz; Extractivstoff; freie Aepfelsäure; thierische durch Galläpfeltincturfallbare Substanz; schwarzgraues Gummi; eigenthümliches Stärkemehlund Faser.

Um einen kräftigen Auszug aus der Raute zubereiten, wendet manam besten den Wein an. Durch Ausziehen mit Essig wird der Rau-tenessig bereitet.

Sabadilla. Der Saame. Sabadillsaamen.Veratrum Sabadilla Retzh. Eine perennirende chinesi-sche Pflanze.

Längliche, runde, spitzige, braunschwarze Saamen, sehroft in der häutigen gelblichen Kapsel, von denen drei aneinander sitzen, eingeschlossen, von sehr scharfem, ekeler-regendem Geschmacke.

Veratrum Sabadilla Retzh. Sabadillgermer. Ungeziefergermer.Abbild."PI. med. 48.

Veratrum officinale, v. Schlecht, und v. Chamisso.Abbild. Haynb XIII. 27. G. u. v. Schl. 97.

Syst. sexual. Ol. XXIII. Ord. 1. Polygamia Monoecia.Cl. VI. Ord. 3. Hexandria Trigynia.

Ord. natural. Colchiaceae DeC. Melanthiaceae R. Br.

Willdesow hatte als das Vaterland des Sabadillgermers Chinaangegeben; diese Angabe wurde aber von Descourtilz (Botan. Zeit.1825. August. Nr. 32) dahin berichtigt, dass diese Pflanze in Mengein Mexico und-fast an allen den Küsten wachse, welche dem mexica-nischen Meerbusen nahe liegen; auch auf den Antillen fand er sie infeuchten Gehölzen, welche den Fuss der Gebirge umgeben, jedoch ingeringer Menge. Nach neuem Nachrichten von Schibde und Deppb(Linnaea VI. S. 45; Pharm. Central«. 1831. S. 252) ist Veratrum Sa-badilla die Mutterpflanze des antillischen Sabadillsaamens, wogegen derim JHandel vorkommende officinelle Sabadillsaamen von einer andernVeratrumart abstammt, die v. Schlbchtendal und v. Chamisso alsVeratrum officinale beschrieben haben.

Veratrum Sabadilla Retzh. Aus der Mitte von zahlreichen, ro-settenförmig stehenden, eiförmig - länglichen, an der Basis in einenBlattstiel verschmälerten, von 8 — 14 stark gebogenen Längsrippendurchzogenen, mattgrünen, oberhalb schwach glänzenden, unten grau-grünen Blättern erhebt sich ein 3 — 4 Fuss bober, mit einigen sqhmä-lern, scheidigen Blättern besetzter, einfacher, an der Spitze oft etwasgetheilter Schaft. Gegen die Spitze desselben stehen die tief purpur-schwärzlichen Blumen in einseitiger Traube, zu 2—3 vereinigt, an