RÜBIA
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Rubia. Die Wurzel, Färberröthe. Kräppwurzel.Rubia tinctorum Linn. Eine ausdauernde, im Orient ein-heimische, in Europa häufig angebaute Pflanze.
Die walzenförmige, dünne, ästige Wurzel, aussen röth-lichbraun, innen mit dunkel - gelbrother Rinde, blasseremHolze und einer bisweilen vom Marke eintretenden hohlenMitte, den Speichel roth färbend. Im Herbste einzusammeln.
Rubia tinctorum Linn. Färberröthe.
Abbild. Px-enck 57. Hayne XI. 4. PI. med. 255. G. u.
v. Schl. 133.
Syst. sexual. Cl. IV. Ord. 1. Tetrandria Monogynia.
Ord. natural. Rubiaceae. Sect. Stellatae.
Diese auch im südlichen Europa einheimische Pflanze wächst vor-züglich im mittägigen Frankreich, in der Schweiz, in Italien u. s. w.,auch in einigen Gegenden Deutschlands, als Steiermark, Kärnthen. InFrankreich, Deutschland, England und mehrern andern Ländern Eu-ropas baut man sie der Wurzeln wegen, welche ein wichtiges Farbe-material liefern, unter dem Namen Krapp häufig auf Feldern an.
Die ausdauernde, kriechende, sehr lange Wurzel treibt mehrerevierkantige, ästige, 3 —4 Fuss und drüber lange, liegende Stengel,welche schwach und knotig sind. Die Aeste abwechselnd; die Blätteraufsitzend, lanzettförmig, und stehen gewöhnlich zu sechs sternförmigan den Knoten des Stengels und der Aeste. Die Blumen klein, gelb-lich , stehen auf Stielen straussförmig zur Seite und am Ende derZweige, und bilden sehr Schlaffe Rispen. Auf dem mit dem Frucht-knoten verwachsenen Kelche, dessen Saum schwach vierzähnig ist, stehtdie kleine, glockenförmige, einblättrige Krone, mit 4 zurückgeschla-genen Lappen und 4 (oder 5) am Grunde der Kronenlappen stehendenStaubfäden. Frucht: glänzend, glatt, etwas fleischig, aus 2 einsaa-migen vom Kelch umschlossenen Gehäusen (Akenen) bestehend. Blü-thezeit ist Juni und Juli.
Die officinelle Wurzel ist federkieldick, knotig, geruchlos und voneinem zusammenziehenden, bitterlichen Geschmacke; sie färbt den Spei-chel, das Wasser, den Weingeist, die ätherischen Oele und selbst dieKnochen der damit gefütterten Thiere roth. Die holzigen, angefresse-nen, schimmligen, schwärzlichen oder schwarzgefieckten Wurzeln sindverwerflich. Je röther die Wurzeln, desto vorzüglicher.
Die Krappwurzel ist, besonders ihrer technischen Wichtigkeit we-gen, vielfach untersucht worden. Bucholz (Taschenb. 1811. S. 50)fand darin: rothes schmieriges Harz oder Balsam 1,2 j süssen braunro-then Extractivstoff (Krapproth und Zucker) 39,0; rothbraune Materie
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