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QUERCUS
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Quercus pedunculata Willd. Stieleiche. Gemeine Eiche.
Synon. Q. Robur ß auctor.
Abbild. Haykb VI. 36. PI. med. 93. G. u. v. Sern.. 20.
Syst. sexual. Cl. XXI. Ord. 7. Monoecia Polyandria.
Ord. natural. Amentaceae Juss. Cupullferae Juss.
Ein sehr langsam wachsender Baum von bedeutender Höhe (100Fuss und drüber) und beträchtlichem Umfange (5 — 6 Fuss im Durch-messer) , der vom mittlem Schweden herab bis nach Sicilien durch ganzEuropa in Wäldern wächst und ein Alter von 4 — 500 Jahren erreicht.Die jungen Stämme und Aeste haben eine lichtgrüne nachher brauneRinde, die an alten Stämmen dunkelbraun und sehr rissig wird. Die iBlätter abwechselnd, kurzgestielt, elliptisch, nach der Basis verschmä-lert, mehr oder minder zurückgeschlagen herzförmig, tief gebuchtet,mit zugerundeten Lappen und Buchten; jung hellgrün, zarthäutig; imAlter lederartig, dunkelgrün, unten heller ; der kurze rinnenförmigeBlattstiel am Grunde mit 2' trockenhäutigen spitzen Nebenblättern ver-sehen. Die Blüthen erscheinen beim Ausbruch der Blätter; die männ-lichen Blumen in schlaffen, hängenden, nackten Kätzchen am Grundeder neuen Triebe oder aus dem vorjährigen Holze; die weiblichen zu2 — 3 und mehr auf einem gemeinschaftlichen Stiel, in den Blattwin-keln an der Spitze der jungen Triebe; jede von ein paar kleinen ge -winiperten Deckblättchen unterstützt, sich zu 2—3 an einem gemein-schaftlichen Stiele sitzenden , von einem halbkugligen ganzrandigenNäpfchen (Cujmhi) am Grunde umgebenen, länglichen, cjlindrischen,stumpfen, stachelspitzigen Akenen (Eicheln, Olandes) entwickelnd.Der grosse verkehrte Embryo mit halb - cylindrischen dicken Saamen-lappen füllt die Akene aus ohne Eiweiss.
Quercus ßobur Willd. Steineiche.
Synon. Q. sessiliflora Smith.
Abbild. Haykb VI. 35. PI. med. 92. G. u. v. Schi,. 19.
Diese Eiche ist eben so durch ganz Europa, mit Ausschluss deshöhern Nordens, verbreitet. Sie wird nicht so hoch als die Stieleiche,aber älter, schlägt etwas später aus, auch reifen die Früchte später.Die Rinde der jungen Stämme ist mehr röthlich - grün, das Holz mehrröthlich, die Blätter länger gestielt, an der Spitze breiter, an derBasis mehr keilförmig, nicht herzförmig, jung weichhaarig, und blei-ben vertrocknet stehen bis zur Entwicklung der neuen Blätter. DieFrüchte sind mehrere zusammen und haben keinen gemeinschaftlichenlangen Stiel. ,
Von beiden Eichenarten wird die Rinde der jüngeren Aeste wegenihres reichen Gehaltes an Gerbestoff (Tannin) als ein stark adstringi-rendes Arzneimittel angewandt. Diese Rinde ist äusserlich bräunlich-