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1 (1839) Einfache Mittel
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ONONIS

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Kalk liegen, und bringt sie dann so oft in reines Wasser, bis sie alleBitterkeit verloren haben, worauf sie in Kochsalz haltiges Wasser ein-gemacht werden; sie werden jetzt in den Handel gebracht und sindihres angenehmen Geschmacks wegen beliebt.

Auch die Blätter des Oelbaums sind als ein adstringircndes undfiebervertreibendes Mittel gerühmt worden; sie enthalten nach Pelle-tier' s Untersuchung: fette Materie, Chlorophyll, Pflanzenwachs, einegefärbte bittere Materie, Gallussäure, Gummi und Holzfaser.

(Ueber die Blätter und Rinde vergl. Pharm. Centralbl. 1830. S. ISOund Buchn. Repert. 18S6. VII. S. 205.)

Onönis. Die Wurzel. HauhecJielwnrzel.

Ononis spinosa Lisn, Eine ausdauernde an Wegen häu-fige Pflanze.

Eine lange Wurzel von der Dicke eines kleinen Fingersund drüber, etwas holzig, aussen grau, innen bräunlich, zähe,von schärflichem Geschmacke. Im Frühlinge einzusammeln.

Ononis spinosa Lisn. Stachlige Hauhechel.

Abbild. Plenck 553. Hayne XI. 43. PI. med. 324.

Syst. sexual. Cl. XVII. Ord. 4. Diadelphia Decandria.

Ord. natural. Leguminosae. Trib. Loteae DeC.

Diese Pflanze findet sich durch ganz Europa, und ist in Deutsch-land sehr gemein auf ungebauten Feldern, an sandigen unfruchtbarenOrten. ,

Die auswendig braune, inwendig weissliche Wurzel ist holzig, ästig,rund, von der Dicke eines kleinen Fingers und drüber. Sie kriecht inverschiedenen Richtungen weit unter den Boden, ist oft 1 2 Fusslang und so zähe, dass sie nicht selten den Gang des Pfluges hemmt,woher auch wohl ihre Benennung : Ochsenbrechwurzel,'entstanden seynmag. Der Stengel ist sehr ästig, rothbraun oder röthlich, gewöhnlichgeneigt, selbst niederliegend, jung ohne Dornen, im Alter aber mitlangen, starken, pfriemenförmigen Dornen versehen. Die Blätter sindabwechselnd, kurzgestielt, die untern dreizählig, und bestehen aus um-gekehrt eiförmigen, stumpfen, gesägten, auf beiden Seiten haarigenBlättchen; die obern Blätter sind einfach. Die blass purpurrothen oderrosenfarbigen, selten weissen, schmetterJingsföriiiigen Blumen stehenauf sehr kurzen Stielen einzeln oder auch zu zweien in den Blatt-winkeln.

Die offichielle Wurzel besitzt einen süsslich - schleimigen Geschmackund ist geruchlos. Man sammelt sie auch wohl von der Ackerhauhechel(Ononis arvensis Link.) , welche Pflanze sich an gleichen Standortenfindet, und deren Wurzel nicht wesentlich verschieden ist. Sie ent-