Druckschrift 
1 (1839) Einfache Mittel
Entstehung
Seite
785
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

MOSCHUS

785

Die frischen beerenartigen, mit zusammengesetzter Beere,schwarzen, mit einem schwarzpurpurfarbigen süssen Safteangefüllten Früchte.

Monis nigra Linn. Scliwarze oder ächte Maulbeere.

Abbild. Plenck 663. Hayne XIII. 16. PI. med. 100. G.

u. v. Schx. 226.

Syst.. sexual. Cl. XXI. Ord. 4. Monoecia Tetrandria.

Ord. natural. Urticeae.

Dieser Bauin wächst in Persien wild, von dort hat man ihn insüdeuropaische Gegenden verpflanzt, wo er nun einheimisch gewordenist. Nach einigen Schriftstellern stammt das Gewächs aus China herund wurde von da nach Persien verpflanzt. Er wird jetzt in mehrernGegenden Deutschlands und andern Ländern Europas seiner angeneh-men Früchte wegen in Gärten gezogen.

Der Baum kann eine Höhe von 24— SO Fuss erreichen. DerStamm ist mit einer aus dem Aschgrauen ins Gelbe sich ziehenden,zähen, dicken Rinde bedeckt. Die Blätter sind bald herzförmig und ander Grundfläche schief sägeförmig, häufiger aber tief fünflappig einge-schnitten und ziemlich gleichförmig gezahnt. Die männlichen Blüthenbilden grünliche, länglich-runde Kätzchen; die weiblichen Blüthen, diewie die männlichen eine einfache vierteilige BJumenhüIIe haben, stehenentweder auf demselben oder einem andern Stamme in mehr kugeligenKätzchen. Die Frucht ist eine fleischige, saftige, aus den vergrössertenund fleischig gewordenen, mit einander verwachsenen Kelchen entstan-dene anfangs hellgrüne, später halbrothe und zuletzt violettschwarze,einen dunkelrothen Saft enthaltende Beere, welche in jedem Kelcheeine eiförmig zugespitzte Akene enthält.

Dieser Baum blüht im April und Mai; die Früchte reifen gegenEnde Augusts und im September. Die Früchte oder Beeren habeneinen süsslich - säuerlichen Geschmack und enthalten viel Schleim. Manbenutzt sie, um aus dem ausgepressten Safte derselben den Maulbeer-syrup zu bereiten.

Alle die sauren Früchte, welche zu verschiedenen arzneilichen Zu-bereitungen gebraucht werden, enthalten theils Citronen-, theilsWein-, theils Aepfelsäure und gewöhnlich alle drei in verschiedenenVerhältnissen.

Moschus. Bisam. Moschus.

Die in der Nähe der Geschlechtstheile des Männchensbefindlichen, getrockneten Bälge von Moschus moschi-ferus Lisn. , einem auf den Alpen des mittlem Asienseinheimischen Thiere.

Dulk's preuss. Piiarmat. 4. Aufl. I. 50