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1 (1839) Einfache Mittel
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häufig an den Küsten von England vor. Aus Bei'gen allein werdenjährlich fast 900,000 Pfund ausgeführt. Der aus der Leber desselbenbereitete Thran ist angenehmer als der der andern Arten, sowie auchsein Fleisch besser schmeckt. Andere Arten sind Gadus PollacMus, G.■mrens, G, Tau, G. ndnutus, G. Merlangus , G. carlonarius, G. Calla-rius oder Asellus striatus, Dorsch.

Nach Reder beginnen die Fischer, sowie sie vom Fischfange zu-rückkehren, sogleich die Bereitung des Thrans. Zu dem Ende wirdden Fischen die Leber ausgenommen, in grosse Behälter gebracht unddann der Sonne ausgesetzt. Auf diese Weise wird durch die Sonnen-wärine eine Flüssigkeit erhalten, welche das Ansehen von Mohnöl hatund hell blanker Thran genannt wird. Hat man dieses Oel abge-gossen , so fängt die übrige Lebersubstanz an in Fäukiiss überzugehenund es scheidet sich wieder eine Flüssigkeit ab, die man abermals ab-nimmt. Sie hat eine kastanienbraune Farbe und heisst braun blan-ker Thran. Den Rückstand bringt man in eisernen Gefässen aufsFeuer und kocht oder bratet so alle noch übrigen OeltheiJe aus. Rudererhielt drei Sorten Leberthran aus Norwegen: 1) diejenige, welcheoben braun blanker Thran genannt wurde \ sie ist hell, kastanienbraun,riecht fischartig und schmeckt etwas herbe, doch ist der Geruch ebennicht sehr unangenehm; bei 15°R. hat er eine dem Mohnöle gleicheConsbtenz; spec. Gew. = 0,920. 2) Die durch Kochen erhalteneSorte ist weniger durchsichtig, riecht widerlich fischartig und empv-reumatisch, hat einen unangenehmen scharfen Geschmack. Sie istdicker als die vorige, 3) Die durch Ausbraten erhaltene Sorte hateine braune Farbe und scheint, in einem Glase gegen die Sonne ge-halten, blaugrün zu sejn. Sie hat einen unangenehmen thierischenund empyreumatischen Geruch und herben Geschmack. Consistenzwie Nr. 2. s

Ruder bemerkt, dass die Wirkungen des durch Kochen erhaltenenLeberthrans ganz verschieden von denen seyen, die der an der Sonnebereitete hell blanke und braun blanke Thran zeigen, und dass demdurch Feuer bereiteten Thran als Medicament der Vorzug eingeräumtwerden müsse. Nach einer Nachricht (Geis. Mag. Aug. 1826. S. 101)ist es indessen der weisse, hell blanke Thran, welcher als Volksmittelgegen die Gicht gebraucht wird und daher auch den Namen Gichtthranführt. Dieser Thran ist, wie ich ihn hier am Orte erhalten habe, hell,fast weiss oder kaum goldgelb, wie feines Oliven- oder Mohnöl, riechtnicht sehr unangenehm, mild, thran- und heringsartig, der Geschmackist mild, fettig, ischwach nach Thran. An der Luft trocknet ernicht aus.

Wiibzeb. (Hüfei,. J. Dec. 1822. S. 31) hat eine Sorte Leberthranchemisch untersucht. Derselbe war röthlich und überhaupt dunkler alsder gemeine Thran; er erstarrte zu einer butterartigen Masse bei einer