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LYCOPODIÜM
Aetlier und wässrigem Kali übrig bleibt und der immer einen Haupt-bestandteil des männlichen Saamenstaubes der Pflanzen auszumachenscheine. Das Pollenin ist ein gelbes, leichtes, zartes, geruch- und ge-schmackloses, sehr brennbares Pulver, welches bei der trocknen De-stillation ausser den gewöhnlichen Gasen (dem kohlensauren und demKohlenwasserstoffgase) brenzliches und ammoniakhaltiges Oel, Walsermit essigs. Ammoniak und eine schwer einzuäschernde Kohle giebt, inder Lichtflamme blitzähnlich verbrennt, durch Salpetersäure zersetztAepfelsäure, Oxalsäure, bittere Materie und Talg giebt und in Wasser,wässrigen, ätzenden und kohlensauren Alkalien, Weingeist, Aethcr undTerpenthinöl unauflöslich ist und sich vom Kleber, Eiweissstoffe, Stärkeu. s. w. sehr unterscheidet. Lässt man es in feuchtem Zustande aufeiner Stelle, wo es nicht trocknen kann, so fault es mit übelriechen-der Ammoniakentwickelung und nimmt zuletzt den Geruch von faulemKäse an.
Nach den von Rutsche (Pogc. Annal. XXXII. 1834. S. 481) überden Blüthenstaub im Allgemeinen angestellten Untersuchungen erscheintderselbe unter dem Mikroskop als freiliegende Körner, in den verschie-denen Pflanzen von J / 300 bis ^o^üüe, die aus zwei, seltner aus eineroder- auch drei Häuten bestehen. Die innerste dieser Häute ist sehrzart und durchsichtig, farblos und glatt, und besitzt die Eigenschaft,durch Iodlösung gar nicht gefärbt zu werden, während die äussern durchdieselbe intensiv braun sich färben. Die innere Haut fehlt niemals undnirgends, sondern umgiebt stets gleichförmig den ganzen Inhalt desKornes; wo also nur eine Haut vorhanden ist, ist dies stets die in-nerste. Die zweite, und wo sie vorhanden ist, auch die dritte Hautbilden die äussere Umhüllung der Pollenkörner; sie sind von verschie-dener Stärke, verschiedentlich gefärbt, mehr oder weniger durchsichtigoder vollkommen undurchsichtig, glatt oder mit Erhabenheiten (Sta-cheln, Warzen und dergl.) besetzt, nicht selten auch eine zellige Tex-tur zeigend, und in vielen Fällen mit Oeffnungen versehen, unter wel-chen die innerste Haut entweder flach ausgespannt ist, oder aus wel-chen sie als Blasen, die mit der innern Masse ausgefüllt sind, hervor-ragt. Die von den Häuten eingeschlossene Masse besteht 1) aus einemSchleim, der in einem halbflüssigen Zustande sich zu befinden scheint,sich in Wasser vertheilt, ohne sich aufzulösen, durch verdünnte Säurenaber zu einer zähen Masse coagulirt und durch lod intensiv braun ge-färbt wird. 2) Aus einer ölartigen Flüssigkeit, welche gewöhnlich alssehr kleine Tröpfchen in der ganzen Schleimmasse vertheilt liegen, diesich oft zu grösseren Tröpfen vereinigen lassen und durch lod gar nichtgefärbt werden. 3) Aus kleinen Stärkemehlkörnern, die sich durch lodleicht erkennen lassen, die aber nicht bei allen Pflanzen vorhanden zuseyn scheinen. Wenn man den Pollen mit verdünnter Schwefelsäurebenetzt, so zeigt er bei den meisten Pflanzen die Eigentümlichkeit,