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1 (1839) Einfache Mittel
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IPECACUANHA

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zur Syrupsdicke abgeraucht, und in diesem Zustande auf flache Schus-seln rertheilt und dann vollständig im Trockenofen eingetrocknet. DieBehandlung mit Aether kann nicht erspart werden, weil sonst da*Emetin statt des ihm eigenthümlichen angenehmen Geruchs den nau-seösen der Ipecacuanha, von dem fetten Stoffe, hat, wenn es gleichdieselben Wirkungen zeigt.

Pelletier (Schw. N. J. II. S. 35) hatte schon angezeigt, das»das zuerst von ihm dargestellte Emetin noch nicht rein sey, sonderneinen Farbestoff enthalte; derselbe gab in Verbindung mit Dumas(Schw. N. J. X. S. 93) folgendes Verfahren an, um das Emetin im rei-nen Zustande darzustellen. Statt der früher empfohlenen kohlensaurenBittererde muss man die reine Bittererde anwenden, und zwar in hin-reichender Menge, damit nicht allein die freie Säure gesättigt, sondernauch das Emetinsalz zerlegt werde. Das Emetin wird dann frei, schlägtsich nieder und bleibt mit dem Ueberschusse von Bittererde gemengtzurück. Man giesst die Flüssigkeit ab, wäscht den Niederschlag mitsehr kaltem Wasser aus, um die mit der Bittererde nicht verbundenefärbende Materie abzuscheiden, trocknet den Niederschlag und ziehtdann das Emetin mit starkem Weingeiste heraus. Um es noch weisserzu erhalten, kann man es mit einer Säure verbinden, das Salz mitthierischer Kohle behandeln, durch Bittererde das Emetin niederschla-gen und vermittelst starken Weingeistes es aus dem Niederschlagewieder abscheiden.

Bei allen diesen Arbeiten ist es zweckmässig, die Abwaschwasserzu beachten, denn man kann aus ihnen durch zweckmässige, von denbekannten Eigenschaften des Emetins hergeleitete Mittel noch eine ge-wisse Menge Emetin ausscheiden.

Das so erhaltene Emetin (von l/utio, ich erbreche) ist weiss, ge-wöhnlich gelblich, pulverig, und erleidet keine andere Veränderung ander Luft, als dass es sich etwas dunkler färbt. Es hat einen sehrschwachen bittern Geschmack und keinen Geruch. Es ist ausgezeichnetleicht schmelzbar und wird schon bei einer noch nicht ganz bis -f- 40° R.gehenden Temperatur flüssig. Kaltes Wasser löst davon nur wenig,heisses etwas mehr auf; in starkem Alkohol ist es sehr löslich, aberder Aether und die Oele lösen dasselbe nicht merklich. Es zeigt ineinem hohen Grade alkalische Eigenschaften, sättigt die Säuren, abermit keiner derselben bildet es ein krystallisirbares Salz, obgleich diesauren Lösungen des Emetins einige Krystallanfänge zeigen. Die con-centrirte Schwefelsäure zersetzt das Emetin mit Leichtigkeit, und än-dert es erst in eine gelbe bittere harzige Masse, und endlich in Oxal-säure um. Gerbesäure und Galläpfelauszug bilden in den Lösungendes Emetins weisse reichliche Niederschläge. Diese Eigenschaften hates mit dem Chinin (und den übrigen Pflanzenalkalien) gemein, aberersteres wird nicht durch Oxalsäure oder weinsteinsaure Kalien gefällt,