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1 (1839) Einfache Mittel
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IPECACUANHÄ

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Stärkemehle vermischt niederfällt und leicht irre führen kann. Nach-stehende von Balakd vorgeschlagene Probe ist die einfachste und si -cherste. Man versetzt die Flüssigkeit, in welcher man Iod vermuthet,mit Amylum und etwas Schwefelsäure, um die Hydriodsäure aus denSalzen abzuscheiden, dann giesst man langsam eine Schicht wässrigesChlor darauf, welche, vermöge ihres geringen Eigengewichts, darüberstehen bleibt. Ist Iod zugegen , so bildet sich in dem Augenblicke,wo sich die beiden Flüssigkeiten berühren, eine blaue Zone, die,wenn sie auch noch so schwach ist, doch leicht bemerkt werden kann*Bewegt man das Gefäss langsam, oder rührt gelinde mit einem Glas-stabe , so bilden sich blaue Wolken; schüttelt man alles durcheinander,so verschwindet die blaue Farbe augenblicklich, wenn nur etwas zuviel Chlor zugegen ist. Diese Erfolge erklären sich dadurch, dass dasChlor vermöge näherer Verwandtschaft zum Wasserstoffe diesen deinIodwasserstoff (-säure) entzieht, wodurch Salzsäure gebildet, das Iodaber abgeschieden wird, welches nun die Stärke blau färbt; ist aberChlor im Uebermasse vorhanden, so vereinigt sich dieses zu Chloriod,welches sogleich wieder durch Zersetzung eines Antheils Wasser inChlorwasserstoff- (Salz-) Säure und in Iod- (Sauerstoff-) Säurezerfällt.

Das Iod ist eins unserer heroischen Heilmittel geworden. Coindbtentdeckte, dass es eine specifische Wirkung gegen den Kropf äussere,und dass es im Allgemeinen, innerlich und äusserlich angewandt, Ab-sorption und Umfangsverminderung im Drüsensysteme veranlasste. Dochist bei seinem Gebrauche grosse Vorsicht ntithig, weil es in grossenGaben giftige Wirkungen äussert und mit Recht zu den stärksten Gif-ten gezählt wird, daher auch die bei diesen vorgeschriebenen Vorsichts-massregeln hinsichts der Aufbewahrung u. s. w. gleichfalls beobachtetwerden müssen. Das Iod wurde im Anfange häufig in starkem Alkoholaufgelöst, als Tincturn lodinae, innerlich verordnet; jetzt ist dieselbe,ihrer häufigen nachtheiligen Wirkungen wegen, fast ganz ausser Ge-brauch gekommen, und das Iod wird jetzt nur in der salzartigen Ver-bindung mit Kali äusserlich angewandt.

Ipecacuanha. Die Wurzel. Brechwurzel.

Cephaelis Ipecacuanha Wiud. Eineperennirende Pflanze.Brasiliens.

Eine walzenförmige, ästige, dünne, geknieete Wurzel, mitzahlreichen, ungleichen, hervorragenden Warzen. Sie be-steht au« einer schwärzlichen Oberhaut, aus einer weissli-chen glänzende«, zerbrechlichen, bittern >wd scharf-ekel-haften Binde und aus einem innern holzigen, etwas gelbli-