GUTTI
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aufgeführt wurde. Hiernach ist die Angabe Hamilton's (Gbiger's Ma-gazin, Februar 1829. S. 41), dass Garcinia Cambogia gar kein Guttiliefere, sondern dieses theils von Stalagmitis Cttmhogioüles , theils vonGarcinia Morclla Desr. abstamme, zu berichtigen. Hinsichtlich desCcylongummigutts hat Graham (Annal. d. Pharm. 1836. XIX. S. 221)gezeigt, dass die Mutterpflanze desselben die von Lamarck und Gärt-ner unter dem Namen Garcinia seu Mangostana Morella beschriebeneArt sey , die aber ein ganz neues Genus ausmachen muss, für dessenBezeichnung er den Namen IJeuraderulron Camhogioides vorschlägt.Wenn man Graham's Beschreibung mit der von Herrmanns gegebenenNotiz vergleicht, so gelangt man zu dem Schlüsse, dass der letztereAutor ganz dieselbe Pflanze beschrieben hat.
Kennen wir nun auch die richtige botanische Quelle des Gummi-gutts von Ceylon, so ist dieses nicht auf gleiche Weise der Fall mitdem in unsern Waarenlagern gewöhnlich vorkommenden siamesischenGummigutt. Kein europäischer Botaniker hat bis jetzt weder den sia-mesischen Baum, noch Exemplare davon gesehen. König, der langein Ostindien lebte, hat gewiss nie die Pflanze in Siaro selbst gesehen,und seine Meinung stützt sich zum Theil auf eine ihm von einem Prie-ster mitgetheilte unvollkommene Beschreibung, zum Theil auf. die Ver-muthung, dass, da, wie man annimmt, die Religion des Buddah vonSlam nach Ceylon übergegangen, und mit derselben zugleich der Ge-brauch die Tempel und heiligen Gewänder mit Gummigutt zu bema-len, auch der Baum, welcher das Gummigutt liefert, von dem einenLande nach dein andern möge übergepflanzt worden seyn. Diese Ver-niuthung aber, dass das Gummigutt von Siam und von Ceylon von ei-ner und derselben Baumart abstammen, wird dadurch beinahe zurGewissheit, dass beide Sorten in ihren Eigenschaften wie in ihrer Zu-sammensetzung so nahe als möglich übereinstimmen. Der erhärteteSaft der Garcinki Camhogia, noch mehr aber der von Xnnthochymuspictorius, den man ebenfalls für die Mutterpflanze einer Art Gummiguttangesehen hat, weichen in ihren Eigenschaften sehr ab.
Das Gummigutt wird entweder durch Einschnitte in die Rinde desBaumes, oder dadurch gewonnen, dass man die Blätter und Zweigeabbricht, wo es dann aus den Bruchstellen herabtröpfelt, wovon esohne Zweifel den Namen Gummi Guftae erhalten hat.
Das im Handel vorkommende Gummigutt erhalten wir in grau-gelblich bestäubten unförmlichen Kuchen oder dicken wie Wachsstockgewundenen cylindrischen Massen. Auswendig ist das beste Gummiguttsafrangelb, inwendig heller gefärbt, in dünnen Stücken und an denKanten etwas durchscheinend, trocken, brüchig, auf dem Bruche glän-zend, gross- und flachmuschlig, kaum hie und da etwas splittrig, nichtlöcherig, zerreiblich, zwischen den Zähnen zähe, mit Speichel be-
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