Druckschrift 
1 (1839) Einfache Mittel
Entstehung
Seite
572
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

572

*

*

l

fr*

m

I

i

i

GÜAJACÜM (RESINA)

!S

1I

salpetrigen Säure keine Spur von blaugrüner Farbe annehmen, sindverwerflich.

Die Abkochung der Raspelspähne ist gelblich, verändert ihre Farbean der Luft nicht, wird eben so wenig durch die Salpetersäure in derFarbe verändert, aber nach einiger Zeit getrübt, schlägt die Auflö-sung des Brechweinsteins und den Galläpfelaufguss nicht nieder, undwird durch Zumischung von schwefelsaurem Eisen nur etwas ins Dunk-lere verändert. Nbumann erhielt 7 / 32 harziges und 3 / 3I wässriges Ex-tract. Nach Trommsdorff / enthalten 1000 Th.: Guajakharz, identischmit dem im Handel vorkommenden natürlichen Guajakharze, 260; ei-gentümlichen bittern kratzenden Extractivstpff 8 ; schleimigen' Ex-tractivstoff, mit einem pflanzensauren Kalksalze verbunden, 28; Hart-harz, von dem der Rinde nicht verschieden, 10; holzige Theile 694.

Diesen Analysen zufolge würde die Rinde mehr zur wässrigen Ab-kochung, das Holz mehr zum geistigen Auszuge zu empfehlen jseyn.

Das Guajakholz wird vorzüglich in der Abkochung gebraucht, undmacht einen vorzüglichen Bestandtheil der Holzspecies.

Das eigentliche heilige Holz, Lit/num sanetum, mit welchem dasGuajakholz oft verwechselt wird, kommt von Gunjacum sanetum Linn.,einem gleichfalls auf den westindischen Inseln wachsenden Baume.Dieses Holz isE blassgelb, leichter und nicht so wirksam als das ächteGuajakholz. .

Guajacum. - Resina nativa. Guajakharz.

Ein an der Luft erhärteter Saft von Guajacum offici-nale Linn. , entweder von selbst , oder aus dem vericun-_deten Baume ausschwitzend.

Ein Harz in unförmlichen Stücken, bräunlich-grünlich,glänzend , fast durchscheinend , zerreiblich , zerrieben von ,weisslicher Farbe, von einem süsslich-bittern, scharfen Ge-schmacke, auf Kohlen geworfen einen nicht unangenehmen.Geruch verbreitend. Das ächte wird, mit Mimosengummiund Wasser gerieben und der Luft ausgesetzt, bläulichgefärbt.

i

Das natürliche Guajakharz, welches schon seit dem Anfange des16ten Jahrhunderts in Europa als Heilmittel angewendet wird, ist dasvorzüglich aus den alten Guajakbäumen von selbst aus der aufspringen-den Rinde oder aus künstlich gemachten Einschnitten ausschwitzende,erhärtete Harz. Es kommt in unförmlichen, grossen, harten Stückenzu uns, an welchen oft noch Stücke der Rinde hängen. Auf deräussern, der Einwirkung der Luft ausgesetzt gewesenen Oberfläche