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GUAJÄCUM (LIGNUM)
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Guajäcum. Das Holz. Lignum sanctum. Guajak-holz. Franzosenholz.Guajäcum officinale Lraiv. Ein Baum Westindiem.
Ein schweres, festes, grünlich - graues Holz, von scharfemGeschmacke und balsamischem nicht unangenehmem Gerüche.Die Raspelspähne, welche gewöhnlich zum Verkauf kommen,müssen nicht zu sehr mit weisslichen Stücken, von demBaste herrührend, gemischt seyn.
Guajäcum officinale Linn.Abbild. Plbnck 331.
G.
Officineller Guajah. Poclenliolz.Haynb XII. 28. PI. med. 380.u. v. Schl. 99.Syst. sexual. Cl. X. Ord. 1. Decandria Monogynia.Ord. natural. Rutäceae Juss. Zygophylleae R. Br.Der Guajakbaum ist auf Jamaika, Domingo, St. Thomas und wahr-scheinlich auch, auf andern westindischen Inseln einheimisch. •
Ein Baum, der bis 4oFuss hoch wird, mit schenkeldickem Stamm.Die Rinde glatt, hart, graubraun, an den Aesten grau und gelb ge-fleckt,. runzelig. Die Aeste gabelig, ausgebreitet, wie gefiedert undknotig. Das Holz ist sehr fest und schwer, von gelblicher oder gelb-lichgrauer Farbe. Die Blätter sind gegenständig, zweipaarig, gefie-dert, die Fiederblättchen ebenfalls gegenständig, oval, glatt, dunkel-grün , glänzend, von zahlreichen gedrängten Nerven parallel gestreift,1 — l J / 2 Zoll lang und 6 — 8 Linien breit. Die Blüthen stehen zu6 —10 auf 1 —1'/ 2 Zoll langen Blüthenstielen an der Spitze der Zweigebeisammen. Der Kelch ist aus fünf ovalen Blättchen gebildet. DieBlumenkrone besteht ans fünf keilförmigen stumpfen Blumenblättchcnvon blauer Farbe; sie ist doppelt so lang als der Kelch. Die Fruchtist eine verkehrt herzförmige, zusammengedrückte, 2fächrige, 2saä-mige, etwas fleischige Kapsel.
Ausser diesem Baume ist noch anzuführen:
Guajäcum jamaicense Tausch (Guajäcum officinale ß L.), als eineähnliche bis auf die neueste Zeit für Varietät gehaltene Art, die sichbesonders durch ihre 2 — 3 paarig- und zwar zunehmend - gefiedertenBlätter mit verkehrt - eiförmigen, viel dünnern und durchscheinenden,nicht nervigen, sondern deutlich geäderten Blättchen unterscheidet. Brwächst ebenfalls auf den Antillen, und liefert, wie der vorige Baum,das officiuelle Holz und Harz der. Rinde. (Vergl. Gi5igeb's Magazin.XXX. S. 188; KosTELETZKr V. 1811.)
Die Rinde (Corf. Guajaci) ist schwer, hart, platt, bis einige Li-nien dick, auswendig rauh und rissig, schwarzgrün mit bläulichgrauenund gelben Flecken gezeichnet, inwendig gelblichgrau und auf dem