CYDONIA
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eiförmig, oben hellgrün und glatt, unten Weisslich und fitzig, sowieauch die Blattstiele. Die kurzgestielten, grossen, röthlichweissen, wohl-riechenden Blüthen stehen einzeln an den Spitzen der jungen Triebe.Der Kelch ist bleibend, einblättrig, weissfilzig, in fünf Einschnitte ge-the.ilt. Die Blumenkrone besteht aus fünf vertieften, etwas rundlichenBlumenblättern. Die Frucht, Quitte, ist nach den Spielatten äpfel-oder birnähnlich, sehr wohlriechend, kurzgestielt, filzig, mit den Lap-pen des Kelchsaumes gekrönt, von verschiedener Grösse, eckig, an derSpitze tief eingedrückt, anfangs von grüner, bei der Reife von gelberFarbe, und enthält in der Mitte eines festen und fleischigen Markesfünf Fächer mit knorpelig-lederartigen Wänden, in deren jedem meh-rere (mehr als zwei) umgekehrt - eiförmige, braune, zusammengedrückteSaamen mit dem spitzen Ende angeheftet sind.
Der Quittenbaum blüht im Mai und Juni und bringt im Octoberreife Früchte. ,
Die Saamen, den Aepfelkernen ähnlich, sind länglich, zusammen-gedrückt, eckig, ungleich gestaltet, an einem Ende stumpf, am an-dern spitzig, auf einer Seite glatt, auf der andern bauchig, auswendigbraun, glänzend, inwendig weiss. Sie sind geruchlos, haben aber ei-nen schleimigen, milden Geschmack und enthalten vielen Schleim. Die-ser ist in der äussern Schale enthalten und wird aus den unzerquetsch-ten Saamen von kaltem Wasser leicht aufgenommen. Ein Theil Saa-men macht 40 Tb. Wasser bei anhaltendem Schütteln sehr schleimig,wobei weder Zerstossen der Saamen, noch Digestions wärme nöthig ist,welches sogar von bairischen Pharmakopoen verboten wird, damitnicht die Blausäure aus den Schalen mit ausgezogen werde. Stock-makn (Trommsd. N. J. XIV. 1. S. 240) erhielt nämlich bei der De-stillation der Quittenkerne mit etwas Wasser ein blausäurehaltigesDestillat.
Der Quittenschleim ist durchsichtig und wird von dem essigsaurenBleioxyde reichlich in hellen weissen Flocken niedergeschlagen; der-selbe Erfolg ist von oxydulirtem salzsauren Zinn, nur ist der Nieder-schlag noch reichlicher; salzsaures Eisen färbt ihn bläulichgrün (vonGerbestoff, wie Pfaff vermuthet, oder Blausäure). Werden die Saa-men zerstossen, so geht etwas Eiweissstoff und fein zertheiltes Stärke- .mehl in den Quittenschleim über.
Die Quittensaamen werden allein zur Bereitung des Quittenschlei-'nies benutzt, welcher als linderndes Mittel, besonders in Augenentzün-dungen, oft nüt dem Bleizucker, von dem er jedoch niedergeschlagenwird, vereint, empfohlen wird.
Aus den Fruchten, die roh ungeniessbar sind, werden wohl-schmeckende Gelees u. s. w. bereitet.
Vulk's preuss. Pharmak. 4. Aufl. I 31
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