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1 (1839) Einfache Mittel
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CURCUMA

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von blassgelber, getrockoet braungelber, inwendig dunkler gelberFarbe>, ins ßöthliche übergehend. Sie treibt nach unten Wurzelfasern,die zum Theil tief- herabsteigen und sich in kleine rundliche Knollenendigen, welche die Bliithenschafte zwischen scheidig sich umfassendenBlättern hervortreten lassen. Die Blätter sind fast l 1 /, Fuss lang, glatt,glänzend, breitlanzettförmig, spitzig und mit langen Stielen versehen,«eiche am Grunde mit ihren Scheiden sich umgeben und einen Stengelzu bilden scheinen. Aus der Mitte der Blätter erhebt sich auf einemdünnen Schafte eine dicke, längliche, fast eiförmige Aelire, welchedachziegelförnig mit länglichen, spitzigen, etwas zurückgebogenenSchuppen bedeckt, die weissgelblichen, stiellosen Blumen enthält. DerKelch ist röhrig, stumpf, gezähnelt, auf einer Seite bis zur Hälfte ein-geschnitten, kürzer als die halbe Blumenröhre. Der Saum der Blumen-kronc doppelt, beide'Abtheilungen dreitheilig, die Lappen alternirend.Der Staubbeutel hat am Grunde 2 Spitzen. Die Frucht eine dreifäch-rige Kapsel, zahlreiche Saamen mit einem Arillns enthaltend.

Die Wurzel pflegt man nach der Blüthezeit einzusammeln. Frischbesitzt sie einen etwas stärkern., ingwerartigen Geruch, und der etwasbitterliche, gewürzhafte, ein wenig scharfe Geschmack derselben bringtim Munde eine angenehme Wärme hervor. Beim Kauen färbt sie denSpeichel gelb, auch theilt sie dem Wasser und dem Weingeiste ihreFarbe mit.

Ausser dieser langen Kurkume kommt im Handel auch noch eineandere Sorte, -nämlich die runde Kurkume vor, welche rundlich, birn-förmig, knollig, fast von der Grösse einer welschen Nuss ist und voneiner andern gleichfalls in Ostindien einheimischen Art derselben Gat-tung abstammt. Guiboubt und Fee sind jedoch der Meinung, das»auch diese von C. longa herstamme, und zwar dass sie aus den Mut-terknollen der "Wurzel bestehe, wogegen dfe Seitenknollen die erstereSorte hergäben.

Der gelbe Farbestoff dieser Wurzel ist Curcumin, harziges Kur-kumagelb genannt worden. (John in s. ehem. Schriften IV. S. 116 undVociät. in Schweigc. J. XVIII. S. 212.) Er ist für sich dargestelltbräunlichgelb, in Weingeist leicht auflöslich, in Wasser schwerlöslich,in wässrigem Alkohol wird er mit rother Farbe aufgelöst; die verdünn-ten Säuren machen die gelbe Farbe desselben etwas blässer, die Al-kalien braunroth, Boraxsäure gelbroth. Diese letztere Färbung ist mitverglaster Boraxsäure viel schwächer als mit unverglaster; auch wirddas durch Boraxsäure geröthete Kurkumepulver durch Zusatz von Vi-trfolöl oder einer andern starken Mineralsäure dunkelroth. Fügt manzu dieser dunkelrothen Flüssigkeit überschüssiges Ammoniak oderKall, so erfolgt violette Färbung, die jedoch bald einer braungelbenPlatz macht.

Die Bestandteile der Wurzel sind nach John: gelbe« flüchtiges