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1 (1839) Einfache Mittel
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BORAX

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' Krystallen getrennt werden muss. Dieser Borax ist dichter und härterals der gewöhnliche und zerklüftet sich nicht wie dieser durch einenTemperaturwechsel von 12°; er enthält nur halb so viel Krystallisa-tionswasser als der gewöhnliche Borax.

Der wasserleere Borax besteht nach der Analyse von Arfvedsonim lsten Versuch aus 30,8, im 2ten aus 31,4 Natron und aus 69,2—68,8 Borsäure; er ist demnach zusammengesetzt aus 1 Atom Natron(== 390,897) und 2 At. Borsäure (== 871,966), erhält also die Zahl

NaB 2 = 1262,863; woraus durch Rechnung gefunden werden: Na-tron 30,95; Borsäure 69,05. Der oktaedrisch krystallisirte Borax-ist

NaB 2 -(- "5 K = 1825,258, und besteht hiernach aus: Natron21,41 i Borsäure 47,78; Wasser 30,81. Der gewöhnliche Borax, ist

Naß" 2 + 10 H = 2387,653, und besteht hiernach aus: Natron 16,37;Borsäure 36,52; Wasser 47,11. Kirwan hatte durch die Analyse ge-funden: Natron 17; Borsäure 34; Wasser 49. Soubeiran : Natron16,775; Borsäure 34.976; Wasser 48,249. Der Borax ist demzufolgezweifach borsaures Natron, dennoch können die 2 Atom Borsäure, welche-mit 1 Atom Natron verbunden sind, wegen der schwachen Aviditätnicht die alkalischen Eigenschaften des einen Atoms Natrons völligaufheben, so dass die Verbindung einen laugenhaften Geschmack undgeringe alkalische Reaction zeigt. Aehnliches finden wir bei den Ver-bindungen der" Kohlensäure mit den Alkalien.

Verfälschungen des Borax werden wohl selten vorkommen, da un-tergeschobener Alaun durch den styptischen Geschmack, Röthen desVeilchensyrups und durch die mit Kali niedergeschlagene Thonerde,Steinsalz aber durch das Verprassen auf glühenden Kohlen und Ent-wicklung salzsaurer Dämpfe vermittelst concentrirter Schwefelsäuresich leicht erkennen lassen. Nach Fiedler und Wild soll man dieAuflösung des Borax mit Salpetersäure neutralisiren und mit salpeter-saurer Silberauflösung prüfen. Da aber das borsaure Silberoxyd einin Wasser schwerlösliches krystallinisches Pulver bildet, so muss diePrüfung mit einer verdünnten Boraxauflösung angestellt werden. InHamburg soll ein Borax im Handel vorgekommen seyn, welcher sichin der von Geiger vorgenommenen chemischen Untersuchung als schwe-felsaures Kali mit etwas Mörtel, und durch eine organische Materiegelblich gefärbt, auswies.

Der Borax hat die besondere Eigenschaft, den Schleim von arabi-schem Gummi, sowie den des isländischen Mooses und des Saleps be-trächtlich zu verdicken, welche Verdickung aber auch durch Zuckeroder Honig wieder aufgehoben,wird. (Schweigg. J. XIII. S. 491.)Schon 2 — 3 Gran Borax sind hinreichend, ein Loth Mimosenschleiin ineine elastische, leicht und ohne Fäden zu ziehen trennbare Masse, wel-