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AÜRUM FOLIATUM
des Chlors nöthig ist. Nach Peiabtier, der über das Verhalten desGoldes sehr genaue Versuche angestellt hat (Schvv. N. J. 1. 1821.S. 305) tritt das Goldoxyd mit keiner einzigen Säure in Verbindung,sondern alle Goldsalze sind nach ihm Verbindungen des metallischenGoldes mit Chlor, welches an sich, oder in der Salpetersäure (Aiptaregia, Königswasser), das eigentliche Auflösungsiuittel des Goldes ist.Die Verbindung des Goldoxyds mit dem Ammoniak (das goldsaure Am-moniak) ist unter dem Namen Knaligold, Aurum fuhmnang, bekannt..
Eine Verbindung von 24 Gold und 76Zimioxyd nach Prolist, odervon 28,2 Gold, 64,0 Zinnoxyd und 7,6 Wasser nach Bbrzelius, istunter dein Namen Goldpurpur, Purpurn miiierulis ^ Purpura Cassii, be-kannt
Von den Legiruugen des Goldes ist besonders die mit Kupfer zubeachten. Diese Legirung ist geschmeidig. Das zu gewöhnlichen Zieu-rathen verarbeitete Gold, welches 23,6 Proc. Kupfer enthält, läuftwährend des Gebrauchs nicht selten dunkel an und sieht schmuzig aus,welches von der CKydathm des Kupfers herrührt. Wenn man es dannmit etwas kaustischem Ammoniak wäscht, so bekommt es die Gold-farbe wieder. Die Juweliere bedienen sich, um den Bijouterien ausgeringem Golde die schönere gelbe F'arbe zu geben, die das feineGold zeigt, wenn es nicht polirt ist, einer Zusammensetzung, die un-ter dem Namen Farbe bekannt ist, und aus etwa 50 Salpeter, 25 Alaunund 35 Kochsalz besteht. C<sasEc\ fand ein anderes hierzu bestimm-tes Pulver in 20 TIi. zusammengesetzt aus 2,135 weissem Arsenik;4,190 Alaun,- 13,560 Kochsalz; 0,115 Eisenoxyd und Thonerde.
Die Weichheit des Goldes macht, dass es in reinem Zustandenicht zu Münzen und zur Goldarbeit angewendet werden kann, son-dern man versetzt es, um denselben eine grössere Festigkeit zu geben,entweder mit Silber oder mit Kupfer, öder mit einer Mischung vonbeiden. Wenn verarbeitetes Gold %rf Silber oder Kupfer enthält, sagtman, dass es 21 Karat Gold halte.~ Das Gold wird auf dem Probirstcine mit sogenannten Probirnadeln,wie beim Silber angegeben worden ist, geprüft.
Das Blattgold wird noch bisweilen zum Vergolden der Pillen ge-braucht. In neuern Zeiten ist das Gold von Chretien , einem fran-zösischen Arzte, im metallischen aber höchst fein zertheiiten Zustandesowohl innerlich als äusserlich gegen Syphilis empfohlen worden. Diebeste Methode, das Gold zum unfühlbarsten Pulver zu zertheilcn, iatdie, dass man eine Goldsolution durch Eisenvitriol fällt, den Nieder-schlag sorgfältig sammelt, aussüsst und trocknet. Aber auch die Gold-präparate, von denen das Aurum potahtle, eine Auflösung des Gold-chlorids in Schwefeläther, schon in früheren Zeiten bekannt gewesen,sind von demselben Arzte, statt der Quecksirberpräparate, gegen sy-philitische Kiankheiieu in Gebrauch gezogen worden. Der Gebrauch