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m!t den gegenüberstehenden, länglichen, stumpfen, ganzrandigen,lederartigen, gelbgrünen Blattern.
V>«cuin »ldum I^inn. Der weiße oder gemeine Mistel.I^inn. cl. XXIl. Nioeei». Ur6. l. I'etranllril,.Hu»8. Ol. XI. Ol6. Z. o-lpril'ullaee»«.
Der weiße Mistel wird fast durch ganz Deutschland, überhaupt durchganz Europa angetroffen, und wachst auf den Stammen und Aestm vielerWald- und Obstbäume, deren Saft er aussaugt. Die Stengel sind aufrecht,holzig, von der Dicke eines kleinen Fingers, 1^2 Fuß hoch, und in zahl-reiche, auseinander gesperrte, gabelförmig gegenüberstehende, runde, etwasrauhe, gegliederte, oft zu 2, Z und 4 aus einem Punkte entspringende undnach allen Seiten ausgebreitete Aeste getheilt. Die gegenüberstehenden immer-grünen Blatter sind stiellos, aufrecht, abstehend, steif, etwas dick, auf beidenSeiten glatt, mit Z oder 5 schwachen Nerven durchzogen. Die Blüthen ste-hen an den Spitzen und in den Theilungswinkeln der Stengel und der Aestezu 2 oder 3 beisammen in fast viereckiger Blumenhülle, sind stiellos undgrünlichgelb. Die Frucht ist eine kugelrunde, glatte, weiße, fast durch-sichtige, einfücherige, einen herzförmigen, zusammengedrückten, stumpfenSaamerckern enthaltende, und mit schleimig-klebrigem Safte angefüllte Beere.
Die Blüthezeit des weißen Mistels ist Februar und April, die der Frucht-reife Ottober bis December.
Die Stengel und Zweige des vorzüglich von den Eichen genommenenMistels, Eichenmistel, Viseuin yuei-num «. <^»<:i rinui,!, sind ofsicinell.Im frischen Zustande haben sie einen ekelhaften, harzigen Geruch und etwaszusammenziehenden Geschmack. Durch das Trocknen vergeht der Geruch, undder Geschmack wird bitterlich, etwas zusammenziehend. Man sammelt denMistel, dessen frische Rinde, vorzüglich aber die Beeren, eine große Mengeeiner eigenthümlichen klebrigen Materie enthalten, im December, und hebtdas gleich nach dem Trocknen davon bereitete Pulver in fest verstopften Gla-sern auf. Der an Eichbäumen wachsende Mistel ist von jeher zum Arznei-gebrauche vorgezogen worden, und stand vormals gegen Epilepsie in großemAnsehn.
Henry (Geiger's Magaz. 1824. Oktober S, 50.) hat die Beeren vondem an Aepfelbäumen wachsenden Mistel untersucht, und besonders die in ih-nen befindliche klebrige Materie. Diese ist unauflöslich in Weingeist, Aether,fetten und ätherischen Oelen und in Essigsäure. Wasser bildet damit eineklebrige undurchsichtige Flüssigkeit, aber aufzulösen vermag es dieselbe wederin der Kälte noch in der Wärme; bei Concentrirung der Flüssigkeit wirdsie klebriger, erhalt aber nie eine gallertartige Beschaffenheit. Alkalien lösendieselben auf, verändern sie aber auch zugleich; durch Salpetersaure wird siezu Kleesaure verwandelt. Sie besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff undSauerstoff, enthält keinen Stickstoff, weshalb sie auf Kohlen auch keinen thie-rischen Geruch verbreitet. Die einzige Substanz, der sie sich in etwas na-