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1 (1828) Einfache Mittel
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welche steif und lederartig, am Rande sageartig gezähnt, etwas glänzend unddunkelgrün sind. Die der jungen Triebe erscheinen zart und schwach behaart.Die weißen gehäuften Nlüthen stehen auf glatten, nach dem Ende zu verdick-ten, 4—S Linien langen Stielen zu Z —4 in den Blattachseln. Der Kelchist sehr kurz, mit fünf eiförmig-zugerundeten, stumpfen Abschnitten. DieKrone ist weit größer als der Kelch, und aus 5, 6 oder einer größer« An-zahl etwas ungleicher, rundlicher Blättchen zusammengesetzt. Die äußerstzahlreichen Staubfaden, ungefähr 1N0, sind etwas kürzer als die Krone.Die Frucht ist eine dreihöusige Kapsel; jedes der Gehäuse enthält einen, sel-tener zwei Saame». Dieser Strauch ist erst zum Einsammeln brauchbar,wenn derselbe 3 Jahre alt ist; hat er ? oder höchstens 10 Jahre erreicht,so haut man den Stamm ab, damit er neue Sprößlinge treibe, die alsdannsehr reiche Lesen geben. Bei dem Einsammeln werden die Blätter einzelnabgepflückt. Den besten Thee geben diejenigen, welche man im Ausgange desFebruars oder spätestens im Ansänge des Mais sammelt, wo sie noch zartund noch nicht gänzlich entwickelt sind. Einen Monat später findet die zweiteSammlung statt, wobei man ohne Unterschied vollkommen ausgebreitete undauch noch nicht entwickelte Blätter nimmt, sie nachher aber nach ihrer ver-schiedenen Güte sondert. ^Noch einen Monat später schreitet man zur drittenund letzten Sammlung, welche die ergiebigste ist, aber auch nur einen Theevon minderer Güte giebt, der jedoch auch in dieser Hinsicht in mehrere Sor-ten zerfällt. Die Zubereitung ist folgende: man taucht die Blätter in kochen-des Wasser, und laßt sie nur eine halbe Minute lang darin. Hierauf nimmtman sie heraus, laßt sie abtropfen, und wirft sie auf große, stäche, eisernePfannen, welche über einem Ofen stehen. Diese Pfannen müssen so heiß seyn,daß die Hand des Arbeiters die Hitze kaum erträgt. Die Blätter müssendarin unaufhörlich umgerührt werden. Glaubt man, daß sie genug erhitztsind, so nimmt man sie hinweg, und breitet sie auf großen mit Matten be-deckten Tischen aus. Einige Arbeiter beschäftigen sich, sie mit der flachenHand zu rollen, indem ein andrer sie abzukühlen sucht, und mit großen Fä-chern Luft hinzuwedelt. Dieses Verfahren muß so lange fortgesetzt weiden, bisdie Blätter unter der Hand dessen, der sie rollt, vollkommen abgekühlt sind.

Dieser erste Proceß dient dazu, die Blätter zu reinigen "und ihnen denscharfen und widrigen Saft, den sie enthalten, zu nehmen. Diese Att vonRöstung auf Eifenplatten mUß2 — 3mal wiederholt werden, indem man Sorgetragt, sie immer weniger und weniger zu erhitzen, und die Blätter immersorgfältiger zu rollen. Bei einigen sehr geschätzten Theesorten muß jedesBlatt einzeln gerollt werden.

Ist der Thee auf diese Weise vorbereitet und vollkommen ausgetrocknet,so wird er, bevor man ihn in Schachteln oder Kisten verschließt, mit ver-schiedenen Pflanzen wohlriechend gemacht. Die Kenntniß dieser Gewächse istfür die Europäer ein Gehcimnist gewesen, jetzt weiß man aber, daß die Chi-nesen zu diesem Zwecke die Blüthen der oi^u fr^i-tm«, der OameUW 82-«nnFu» l'Iluud., vielleicht auch der seit einigen Jahren in unfern Gartenl. 54