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sches Oel 18,6; lösliches Harz 40,0; Unterharz 33,4; saftiges (kautschuck-artiges) Unterharz 4; Essigsäure, Spuren; bitteres Extract und Salze 4.
Scopol! erhielt durch trockne Destillation aus «cm Terpenthin einesaure Flüssigkeit, welche außer der Essigsäure auch eine eigenthümliche Säureenthielt, die in vielen Eigenschaften der Bernsteinsäure ähnlich war, wasauch Sangiorgio (Buchn. Repert. XV. S. 102.) fand. (Vergl. S. 12).Schon Buchner (Repert. IX. S. 276.) hatte eine krystallinisch-prismatischeConcretion gefunden, die sich im Wasser, über welchem rectisicirtes Terpen-thinöl aufbewahrt war, abgesetzt hatte, und von salziger Natur, aus eine«flüchtigen Säure (vielleicht Bernsteinsäure) und einer Base zu bestehen schien,welche Vermuthung sich aber durch spätere Versuche (Repert. XXU. S. 419.)nicht bestätigt hat.
Werden die Terpenthine mit Wasser destillirt, so geht ein ätherischesOel, ungefähr der vierte Theil an Gewicht, über, welches, von dem gemeinenTerpenthin gewonnen, auch wohl Kienöl (Oleum I^ui), von den feinerenTerpenthinen gewonnen, Terpenthinöl (Oleum 'lereuintniiiÄ«) genannt wird.Der Rückstand ist ein geruch- und geschmackloses Harz, der gekochte Ter-penthin. Das Terpenthpwl ist ein wasserhelles, sehr dünnflüssiges Oel, vondurchdringend widerlichem Gerüche, und brennend scharfem, terpenthinartigemGeschmacke. Es wird an der Luft nach und »ach gelblich und dickflüssig.Nach Saussure besteht es aus 87,783 Kohlenstoff und 11,645 Wasserstoff(enthält hiernach keinen Sauerstoff). '
Mit dem salzsauren Gase bildet es eine eigenthümliche Verbindung, wel-che man künstlichen Campher genannt hat. Man leitet salzs. Gas langsamin Terpenthinbl, welches mit einer kaltmachenden Mischung, Eis oder Schneeumgeben ist, so lange noch Gas absorbirt wird. Es erzeugt sich eine flüssigeund eine feste Verbindung, welche letztere durch Abpressen zwischen Fließ-papier erhalten wird. Man sublimirt nun den künstlichen Campher für sichoder mit Zusatz von Kreide; oder löst ihn in Alkohol auf und läßt ihn krystalli-siren. Er bildet dann eine feste, weiße, durchscheinende, körnig-krystallinische,oder in Nabeln krystallisirte Masse, die leicht schmelzbar und flüchtig ist. Nach H.Labillardiere besteht er aus 82,5 Kohlenstoff; 10,4 Wasserstoff und15,2 Salzsäure. Beim Hindurchleiten durch eine glühende Röhre, und beimVerbrennen entwickelt er Salzsäure. Durch wiederholte Sublimation, so wiedurch Einwirkung ätzender Alkalien wird er nur schwierig zerlegt.
Ueber eine besondere feste Materie, die sich in Nerpenthinöl, welcheslange der Luft ausgesetzt gewesen war, gebildet halte, auch Terpenthincam-pher genannt (die sich aber den Harzen zu nähern scheint) sehe man Tro mms-d o r ff's N. I. Xlll. 1. S. 223. u. Buchner's Repert. XXII. S. 418. Auchin Geige r's Magazin 1825. October. S. 63. geschieht einer ähnlichen kry-stallinischen Substanz Erwähnung, deren Bildung in einem Falle auch sogarmit Ausschluß der atmosphärischen Luft, wie es schien, erfolgt war, und dieGeiger für eine einfache flüchtige (also nicht salzartige) organische Substanzerklärt, deren etwa sich zeigende saure Reaction von anhängender Essigsäure
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