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bisweilen so sauer, baß sie feucht werden und in der Lust zusammenbacken,weshalb sie mit Nasser ausgewaschen werden müssen. Der Schwefel ist un-auflöslich in Wasser, etwas auflöslich in Alkohol und Aether, aber in grö-ßerem Grade auflöslich in Ocl. Er verbindet sich mit Sauerstoff in mehre-re» Verhältnissen; aber nur eine Verbindungsstufe entsteht durch Verbrennungdes Schwefels an der Luft oder im Sauerstoffgase, nämlich das schwcfligsaureGas. Der Schwefel hat 4 bekannte Orydationsgrade, welche alle Saurensind, nämlich:
1) Die unterschwcflige. Säure, bestehend aus 65,8a Schwefel und ZZ,20Sauerstoff, oder ION Schwefel nehmen 49,71 Sauerstoff auf. Sie ist nochnicht in isolirter Gestalt dargestellt worden, indem sie bei der Abscheidungaus ihren Salzen (sonst geschwefelte schwefligsaure Salze genannt) sogleichin Schwefel und schweflige Säure zerlegt wird.
2) Die schweflige Säure. Bildet sich beim Verbrennen des Schwefels,oder wenn der concentrirten Schwefelsäure durch brennbare Stoffe, alsKupfer, Quecksilber, Kohle u. s. >v., ein Theil ihres Sauerstoffs entzogenwird. Sie ist bei der gewöhnlichen Temperatur der Luft gasförmig, kannaber durch hohe Kältegrade oder durch starken Druck tropfbar flüssig erhal-ten werden. Sic röthet nicht die Lackmustinctur, sondern vertilgt die Farbe;wegen dieser Eigenschaft wird sie gebraucht, um Pflanzenfarben zu «ertilgenund thierische Körper zu bleichen (zu schwefeln), welcher Erfolg nach v.Grotthuß davon abhängt, daß die schweflige Saure sich mit den färben-den Stoffen zu farblosen (salzartigen) Körpern verbindet, welche durch stär-kere Säure, oder dadurch, daß die Säure sich an der Luft verflüchtigt, ihreFarbe wieber erhalten. An der Luft saugt diese Säure Sauerstoff ein, undverwandelt sich in Schwefelsäure. Sie besteht aus 60,144 Schwefel und49,856 Sauerstoff, oder 100 Schwefel verbinden sich in ihr mit 99,42Sauerstoff, d. h. mit der doppelten Menge, wie in der vorigen.
s) Die Unterschwefelsäure, im I. 1819 von Welther gelegentlich ent-deckt und von Gay-Lussac untersucht. Sie besteht aus 44,59 Schweftlund 55,41 Sauerstoff, «der IM nehmen in ihr 124,27, d.h. 2'mal Sauer-stoff auf. (Vergl. Poggendorff's Annale« 1826. V. S. 65. u. Vl. S. 171.)
4) Die Schwefelsäure, bestehend aus 40,14 Schwefel und 59,85 Sauer-stoff, oder aus 100 Schwefel und 149,135 Sauerstoff, d. h. Zmal der Ge-halt von der ersten Verbindungsstufe.
In diesen 4 Verbindungen verhalten sich also die Mengen des Sauer-stoffs wie 1, 2, 2z und s oder wie 2, 4, 5 und 6. Es gicbt aber nocheine braune oder rothe, eine grüne und indigblaue Verbindung des Schwe-fels mit dem Sauerstoffe, deren Zusammensetzung aber unbekannt ist.
Mit dem Wasserstoffe verbindet sich der Schwefel zu einer eigenen Saure,Schwefelwasserstoff, Schwefelwasserstoffs^«, Hydrothionsaure, destehend aus34,176 Schwefel und 5,824 Wasserstoff. Diese Verbindung geschieht nichtdirect, so daß man Schwefel in Wasserstoffgas schmelzen und sublimirenkann. Aber wenn ein Schwefelmetall in einer verdünnten Säure aufgelöst