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1 (1828) Einfache Mittel
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Hulplnir. Blumen. Schweftlblumen.Werden in chemischen Fabriken aus dem Schwefel, oder ausSchwefel enthaltenden Erzen durch Sublimation bereitet.

Ein sehr feines Pulver von citroncngelber Farbe, im Feuermit blauer Flamme «erbrennend, und das erstickende schwefligsaureGas entwickelnd. Das nicht ausgewaschene wird gemeiniglichdurch anhängende Schwefelsaure verunreinigt. Man hüte sich,daß der Schwefel nicht durch Arsenik, auch nicht durch Selen ver-unreinigt sey, was an der ins Pomeranzengelbe übergehenden Farbeersichtlich ist.

Der Schwefel, schon in den ältesten Zeiten bekannt, kommt häusig vorund zwar gediegen, in durchscheinenden oder undurchsichtigen Massen, welchelagenwcise den Gyps, den Thon und andere Erdarten durchziehen; derSchwefelbcrg in Amerika, zwischen Quito und Cuen^a (2 ° 10 ^ S. B.) ent-hält den Schwefel in Gestalt kleiner, 2 3 Zoll großer abgesonderter Klum-pen in den Quarz eingesprengt; Hann auch als natürliche Schwefelblumcn inder Nähe von Nulcanen, als zu Solfatara im Neapolitanischen, im Kirchen-staate, in Sicilien, Island, Guadeloupe, in Amerika u. s. w., und er findetsich in manchen Gegenden von Sicilien und Italien in solcher Menge, daßer durch Bergbau gewonnen, und als Handelswaare verführt wird, und zwarzum Thcil ohne weitere Reinigung. Sehr häufig ist auch sein Vorkommenin Verbindung mit Metallen, im Schwefclcisen, Schwefelkupfer :c.; fernermit Sauerstoff und Wasserstoff zu Schwefelsäure und zu Hydrothionsäure,und als solche mit Salzbasen zu Salzen verbunden; «r findet sich endlichauch als Bcstandtheil der Pflanzen und Thicre, so z. B. in dem Senfe,dem Stinkasand, mehreren Hülsenfrüchten, der Gibischwurzel lc., im Thicr-reiche in den Eiern, Haaren :c.

Der natürliche Schwefel wirb durch Schmelzen und Abgießen vom ge-bildeten Bodensätze oder durch Destillation gereinigt. Aus den Schwcftlmc-tallen, vorzüglich dem Schwefeleisen, welches in der Natur ziemlich häufig -vorkommt und Schwefelkies genannt wird, erhält man den Schwefel duichDestillation in großen, länglichen, cylindrischcn Gefäßen, die theils aus Eisen,wie in Schweden, theils aus Topfergut, wie an mehreren Orten Deutsch-lands, verfertigt sind. Diese werden in einen besonders dazu eingerichtetenOfen in horizontaler Stellung eingemauert, und an der Oeffnung derselbenwerden kleine eiserne Kolben eingekittet. Wenn der Schwefelkies in diese»Destillationsgefäßen bis zu einem gewissen Grade erhitzt ist, verflüchtigt sichein großer Theil seines 'Schwefels, und sammelt sich in den kleinen Eisen-kolben, welche kühl erhalten werden. Nebenbei sickert ein Theil Schwefeldurch die Masse des Kolbens durch. Dieser heißt Tropfschwefcl und ist ganz«in. Der im Kolben selbst angelegte Schwefel wird nachher herausgenom-