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Pf äff nennt das Sabadillin, wegen der heftig reizenden Einwirkung,das weiße Arsenik des Pflanzenreichs, denn auch schon »ach dem Einstreuendes gepulverten Sadadillsaamens oder der »reißen Nieswurz auf offene Grel-len, z. B. bei einem ausgeschlagenen! Kopfe, habe man schon Raserei, jaden Tod erfolgen sehen. Die Anwendung des Sadadillsaamens crfodcrt da-her stets große Vorsicht, und wenn er äußerlich gegen Lause angewendet wer-den soll, so dürfen keine offenen Stellen auf dem Kopfe scyn.
Das Pulver verliert mit der Zeit an Wirksamkeit, muß daher nicht auflange vorräthig gehalten werden.
HaKina. Das Kraut. Sadebaum.^ilniporu« 8»din.i I.inn. Ein immergrüner Strauch des süd-lichen Europas, bei uns in Gärten gezogen.
Die Spitzen der Aeste, mit gedrängten, nicht abstehenden Aest-chcn, gegenüberstehenden oder dreifachen sehr kurzen, spitzigen, auf-rechten, herablaufenden Blattern, von scharfem Geschmacke undsehr strengem Gerüche. Im Frühlinge einzusammeln.
lunipei-u» Kadink I^inn. Sadewachholder. Sadebaum.I.inn. CI. XXII. Ilioeo!». 0r<1. 13. Nonaüelpui».1U88. c>. XV. «ld. 5. cnnitei-lle.
Der Sadebaum wächst in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, derSchweiz, Krain, Kärnthe», Salzburg, Sibirien, der Tnrtarei und in denMorgenländern auf Bergen, wird aber bei uns in Garten gezogen, wo eran schattigen Orten sehr gut gedeiht.
Der Stengel ist strauchartig, schief aufsteigend und sehr astig. Zuwei-len wird dieser Strauch baumartig, und erhebt sich aus geradem Stammezu einer Höhe von 8 —10 Fuß. Die Aeste sind zahlreich, gegenüberstehend,aufsteigend, schlank und sehr biegsom, die Ninde der jüngern Zweige ist licht-grün, die des Stammes und der Aeste rauh, aschgrau, etwas röthlich, sowieauch das Holz. Die sehr kleinen, lancettförmigen, oval zugespitzten Blätt-chen sind glatt und dunkelgrün. Die Blüthen find zweihausig. Die männ-lichen Blüthen bilden gelbliche, kurze, stiellose Kätzchen, von demselben Baueund der nämlichen Einrichtung, wie die des gemeinen Wachholders. Dasselbegilt von den weiblichen Blüthen, welche sich an den Seiten der jüngstenZweige befinden und hakenförmig zunickgebogen sind. Die unter sich und feit»wärts hängenden Beeren sind rundlich, bläulichschwarz, kleiner als die desgemeinen Wachholders und enthalten gewöhnlich drei Saamen.
Der Sadebaum blüht im April und seine Früchte reifen im Herbste deszweiten Jahres.
Man sammelt im April die Spitzen der Aeste mit den Blättern. Siehaben einen äußerst starken, widrigen, etwas betäubenden, eigenthümlichcnGeruch, und einen harzigbittern, scharfen Geschmack.I. 47