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uns» rudra
Beim Destilliren mit Wasser geben sie eine höchst geringe Menge einesätherischen, den lieblichsten Rosengeruch verbreitenden Oels. Dieses schwimmtauf dem übergegangenen Rosenwasser unter Gestalt von wcißlichgrauenBlättchen oder Häutchen, welche gesammelt und erwärmt zu einem dicklichen,in der Kalte wieder gerinnenden^ Ocle zusammenfließen, wovon unsere Rosenjedoch nur eine äußerst geringe Menge geben. Unter den auszugsfahigenTheilender Rosenblumenblätter verdient besonders das färbende Princip bemerkt zuwerden. Es wird durch Wasser am vollkommensten ausgezogen, welches da-mit eine schön rothe Tinctur giebt. Die geistige Tinctur ist fast ohne Farbe.Durch die Schwefelsäure erhält die Farbe eine viel größere Intensität, undeine farblose geistige Tinctur der Rosen erhält durch den Zusatz einigerTropfen Schwefelsäure sogleich eine schön rothe Farbe. Schweflige Säurezerstört dagegen diese Farbe, die durch die vollkommene Schwefelsäure, welchedie schweflige Säure ausrreibt, wieder hergestellt wird. Daß die rothe Farbeder Rosen nicht, wie Elarke behauptet hat, vom Eisen herrühre, gehtdaraus hervor, daß Gay-Lussac in den weißen Rosen mehr Eisen fandals in den rothen, was auch Cartier (Trommsd. N. I. Vl. L. S. 4?.),der die Blumenblätter der Nns» zaMra untersuchte, bestätigt hat. Car-tier hält das färbende Princip der Rosen für grün, welches erst durch eineSäure geröthet sey. Doch konnte er dasselbe nicht isolirt darstellen. (Vergl.ÄI<»Iv!l 85'Ivs8tr>». Die Blumen.)
Diese Roscnblumenblätter werden größtcntheils benutzt zur Bereitungdes bekannten Rosenwassers, welches nicht allein in der Heilkunde Anwen-dung findet, sondern auch als Luxusartikel vorzüglich im Morgcnlande sehrbeliebt ist, so daß es nebst Rosenessenz und Rofenzucker in bedeutendenQuantitäten aus Kairo ausgeführt wird. Auch Gazypor, ein Ort in derProvinz Bahar am Ganges, ist durch seine Bereitung des Nosenwassers be-rühmt, von welchem bedeutende Vorräthe nach allen Theilen von Indien ge-sandt werden. Als gelind adsiringirendes Mittel geben die Rostnblätter MitWasser ausgezogen und mit Honig versetzt den officinellen Nosenhonig.
No8» rudrl». Die Blumen. Rothe Rosenblumenblätter.Essigrosen. Damascmer Rosen.
No8» Fallica I^inn. Ein im mittägigen Frankreich einheimischer,bei uns in Gärten angebauter Strauch.
Die bräunlichrothen Blumenblätter von ndstrlngirendem Ge-schmacke.
Classe und Ordnung wie bei der vorigen.Diese Rose ist in Frankreich und den übrigen südlichen Landern Euro-pas zu Hause. Sie bildet mit ihren aufrecht abstehenden Acsicn einen bu-schigen, 2—3 Fuß hohen Strauch. Die jungen Zweige sind mit zahlreichendünnen und kurzen rechlichen Stacheln besetzt; das alte Holz ist fast unbe-