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1 (1828) Einfache Mittel
Entstehung
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Der erste Entdecker dieses Salzes war der Engländer NehemiasGrew, Er schied dasselbe zuerst im Jahr 1695 aus dem Wasser des Brun-nens zu Epsom durchs Verdunsten aus. Später wurde es als ein Bestand-theil mehrerer Quellen Englands, der Mutterlauge des Mcersalzes, unddann allmälig auch in vielen deutschen Salzquellen aufgefunden, als vorzüg-lich wirksamer Bestandtheil der sogenannten Bitterwässer, als des Said-schützer- und Seidlitzer Wassers, (Das Saidschützer Bitterwasser enthält in16 Unzen: Bittersalz 274^. Gran; schwefels. Natron 5^; schwefels. Kalk2^4; falzs. Bittererde ?^ ; kohlens. Vittererde 5^; kohlens. Kalkerde 1^;Harzstoff -^ Gran und kohlens. Gas 2^. Das Seidlitzerwasser enthalt:Bittersalz 1U4 Gran, schwefels. Kalk 8 Gr.; salzs. Bittererde 3 Gr,; kohlens.Bittererde 3 Gr.; kohlens, Kalkerde 8 Gran.). Es wittert auch in manchenHöhlen, in den Klüften der Schweizeralpen, in Bergwerksstollen, wie auchaus manchen Mauern aus. In einer großen Kalkhöhle, unweit Iefferson-ville in Nordamerika wittert eine ungeheure Menge Bittersalz aus, und er-setzt sich nach dem Abkratzen in 45 Wochen wieder. Die aus mildemGneus erbauten Stadtmauern von Freiberg in Sachsen blühen alle Sommervon ausgewittertem Bittersalze. In der Quecksilbergrube von Idria bildetdas ausgewitterte Bittersalz unter dem Namen Halotrichon oder Haarsalzeinen langhärigem Pelzwerke ähnlichen Ueberzug.

Man gewinnt dieses Walz durch Verdampfen der natürlichen Bitterwäs-ser und durch Krystallisation, uuo es führt dann auch wohl die Namen derWässer, aus welchen es bereitet worden, als Saidfchützer-, Seidlitzer- undEpsomersalz. Um das Salz möglichst frei von Mutterlauge zu erhalten,wirb die Krystallisation der abgcdunsteten Lauge durch Umrühren gestört, undso erhält man dasselbe nur in kleinen Krystallen, in welcher Form es immerim Handel vorkommt. Dieses hält häufig etwas Glaubersalz, und dann ver-wittert es beträchtlich. Man gewinnt dieses Salz aber auch aus der Mut-terlauge der Seesalzsiedereien, welche salzsqure Bittererde enthält, die durchZusatz von Schwefelsäure oder bis zur Röthe calcinirtcm Vitriol in schwefel-saure Magnesia und salzsaures Eisen umgewandelt wird; dem herauskrystal-lisirenden Salze hängt aber gewöhnlich noch etwas salzsaure Bittererde an,wodurch es an der Luft feucht wird. Werden schwefelkicshc>,ltige Talkschicfer,nachdem sie geröstet worden und durch einige Zeit an der Luft verwitterf sind,ausgelaugt, so wird auch hier, indem der Schwefel hierbei durch Oxydationin Schwefelsäure umgeändert worden, welche sich nur mit der Talkerde(Magnesia) verbindet, schwefelsaure Talkerde erhalten, welche aber häufig et-was kupfer- und eisenhaltig ist, wegen des Gehalts der Talkkschiefer anKupfer- und Eisenkies.

Das käufliche Bittersalz muß vor dem Gebrauche einer Reinigung un-terworfen werden auf die bei Hl»zne«l2 «uloliuric» äe^ur^ta im Lten Tb.anzugebende Weise.