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1 (1828) Einfache Mittel
Entstehung
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I^inuin

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Die Wurzel ist lang, zart und weiß. Es entstehen aus derselben meh-rere Stengel, welche aufrecht, rund, wenig ästig, auch einfach sind, undeine Höhe von 1 1^ Fuß erreichen, sticht selten kommt diese Pflanze mitniederliegendem Stengel «or, so daß bloß die blühenden Aestc in die Höhegerichtet sind. Die abwechselnden, stiellosen Blatter, wovon die untern zu-weilen drei- oder vierzählig, sind lancettförmig, gleich breit, ganz ungetheilt,lang zugespitzt, aufrecht, glatt, oben von dunkelgrüner Farbe, unten blasser,und stehen gedrangt. Die gelb und weiß bunten, stiellosen oder turzgestiel«ten Biüthen liegen dachziegelförmig über einander, und bilden an der Spitzedes Stengels gleichsam eine A'chre. Der Gaumen derselben ist goldgelb undlanghaarig, der Kelch einblättrig, fünftheilig, die Blumenkrone einblättrigund rachenförmig, die Oberlippe zweispaltig und zurückgeschlagen. Die Un-terlippe dreispaltig und stumpf, der Gaumen erhaben, zweitheilig, meistensden Schlund verschließend. Am Grunde der Blumenkrone befindet sich eingerader, spitziger Sporn. Die Frucht ist eine zweifacherige vielsaamige Kapsel.

Die Blüthezeit ist Juni bis August.

Zum officinellen Gebrauche wird die ganze Pflanze mit Blättern undBiüthen eingesammelt. Sie besitzt einen unangenehme» bitterlichen Geschmack,und frisch etwas widrigen Geruch, der aber beim Trocknen vergeht. Eswird nur noch zum Unzuenwnl I^in>lr>2« benutzt. Die Blumen scheineneinen guten Farbestoff zu besitzen, der zum Farben des Leinens und der Wolleanwendbar seyn soll.

I^iullm. Das Oel. Leinöl.

Wird durch Auspressen aus den Saamen von I^inum uzjtati«-8iinum I>l'nn., einer einjährigen Sacttpsianze Europas, bereitet.Ein fettes, braungelbes Oel, von -^ 0,830 0,940 spec.Gew. Man sehe darauf, daß es nicht ranzig sty.

I^inum. Der Saame. Leinsaame.

Eiförmige, zusammengedrückte, sehr glatte, glänzende, brauneSaamen.

I^inuin u«i<Äti88>mu!n I^inn. Der gemeine Flachs «der Lein.I^inn. Ol. V. I>entan<lr>». Olli. 5. !'ent2A ni».^u«3. Ol. Xlll. Ur<!. 21. cilrvop!,)'!!«!»«. (tan». »Nini«.)

Diese allgemein bekannte einjährige Pflanze findet sich in mehreren Ge-genden Deutschlands, und in einigen anderen Ländern des südlichen Europashin und wieder wild auf Wiesen und Aeckern; sie wird sehr häusig angebaut.

Die dünne, fast einfache, mit einigen Geitenfasern versehene Wurzeltreibt einen aufrechten, einfachen, dünnen, glatten, runden, oben ästigen,1 2 Fuß hohen Stengel. Die aufsitzenden zerstreuten Blatter sind glatt,blüulichgrim, schmal, lancettförmig, spitz und zolllang. Die ziemlich großen