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1 (1828) Einfache Mittel
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I^vlinliula

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sung. Es kommt mich wohl ein bloßes Kunstproduct vor, aus Schweinefett,welches mit zerstoßenen Beeren macerirt, und mit Kurkume und Indig gelb-grün gefärbt ist. Es unterscheidet sich von dem ächten durch sein Verhalten.Das Lorbeeröl ist ein bewahrtes äußerliches Mittel.

I^avanäula. Die Blüthen. Lavendelblumen. Spicke.I^livllNlluI» 8s»ieli I^inn. Ein kleiner im südlichen Europa ein-heimischer, bei uns in Gärten angebauter Strauch.

Die walzenförmigen, blauen Blumenkronen, mit ahnlich wal-zenförmigen vierzahnigen Kelchen, von gewürzhaftem sehr ange-nehmen Gerüche. _______

I^vllnöuli, vei-a tle c. Rechter Lavendel.I^clvllnäul» 8picu ^in». Gemeiner Lavendel.

I^inn. (^1. XIV. v,6) i,2mi2. Vr6. l. L^mnuz^ern»«.

^u»«. ci. Vtll. Oi-ll. 6. I^bi-Nne.

Der ächte Lavendel ist in den südlichen Provinzen Frankreichs und inder Schweiz auf Hügeln und am Fuße der Gebirge einheimisch, und wirdausschließlich im freien Lande der Gärten des Mittlern und nördlichen Euro-pas cultivirt. Die Pflanze ist ausdauernd.

Der halb strauchartige, ungefähr fußhohe, undeutlich vierkantige Stengelentwickelt lange, dünne, feinbehaarte, weißliche, vierkantige Reste, welche nachunten beblättert, in der Mitte nackt sind und an der Spitze Blüthen tra-gen. Die gegenüberstehenden, sitzenden Blätter sind schmal lancettförmig,spitz, ganzrandig, behaart, und bei dem Hervorbrechen weißlich. Die violet-ten, kleinen, wirteligen, sitzenden Blüthen bilden am Obertheile der ResteAehren, welche am Grunde unterbrochen sind. Der Kelch ist röhrig, gestreift,haarig, mit vier kaum angedeuteten Zähnen und einem kleinen, zugerundeten,am Grunde verschmälerten Lappen, welcher sich am Obertheile der Röhre be-findet. Die Krone röhrig, zweilippig, die Röhre gerade, länger als derKelch, die Oberlippe verkehrt herzförmig, ausgeschnitten, mit zwei rundlichenLappen; die Unterlippe mit drei kleineren stumpfen Lappen.

Die Lavendelblumen sind in hohem Grade aromatisch, ihr Geruch iststark, durchdringend und sehr angenehm, ihr Geschmack heiß bitterlich. DerAufguß der Lavendelblumen ist röthlich, balsamisch bitterlich, und wird ingehörig verdünntem Zustande von der schwefeis. Eisenauflösung grün gefärbt.Die geistige Tinctur ist gelbgrünlich, und von scharfem balsamisch-bitterli-chem Geschmack«.

Sie werden nicht innerlich sondern nur äußerlich angewendet, zu Um-schlägen, zu Bädern, zur Bereitung des ätherischen Oeles, des Lavendelgei,stes «,, auch machen sie einen Bestandtheil der aromatischen Kräuter aus.

Von dem Blumen der I^vimäul» 89!«» De 6. l,^,. wtiwlia Lni-d.),welche in den südlichen Provinzen Frankreichs sehr gemein ist, wird das Spickölgewonnen. Es wird von den Hirten auf freiem Felde destillirt.

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