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geistige Auflösung an, so erfolgt keine Trübung; im Uebrigen »erhält sich dieTinctur vollkommen wie der wäßrige Auszug. Abgeraucht hinterläßt dieselbeeine beim völligen Austrocknen schwarze spröde Substanz, die nur zu einemkleinen Theile i» kaltem, und selbst in kochendem Wasser in viel geringcremVerhältnisse als das Kino auflöslich ist.
In gelinder Wärme erweicht sich das Kino, in größerer Hitze schmilztes, bläht sich beträchtlich auf, brennt schwer und laßt eine Asche zurück,welche aus Kalkerde, Kieselerde, Thonerde und Eisenoxyd besteht.
Vauquclin hat das afrikanische Kino analysirt und in IM Th. ge-funden: 75 Th. Gerbestoff und eigenthümlichen Extractivstoff, 24 Th. ro-chen Schleim und ! Th. Faserstoff.
Das Kino gehört zu den adstringirendcn Mitteln, und hat die größteAehnlichkeit mit dem Eatechu; der Gcrbcstoff ist auf dieselbe Weise modificirt,und selbst jener cigenthümliche Ertractivstoff des Eatechu scheint hier nicht zufehlen. Auch mit dem Ratanhiaextract hat es viele Aehnlichkeit.
I^ac. Der Zucker. Milchzucker.Wird aus süßen Milchmolken durch Verdampfung und Krystatti«sation in der Schweiz bereitet.
Fest, kristallinisch, weiß, hart, süßlich; in acht Thcilen Was-ser auflöslich, in siedendem Weingeist unauflöslich.
Die Milch der Kühe ist etwas spec. schwerer als Wasser und röthetgleich nach dem Melken das Lackmuspapier. In der Ruhe scheidet sie aufder Oberstäche den Rahm (die Sahne) ab, und heißt dann, wenn i?ner abge-nommen worden, abgerahmte Milch. Diese wird nach einiger Zeit mehrsäuerlich und geiinnt. Doch kann die frisch gemolkene Milch, wenn sie mitHefen oder einen! andern Fermente versetzt, an einen warmen Ort gestellt,und durch öfteres Umrühren oder Schütteln die Absonderung der Butter unddes Käses von den Molken gehindert wird, auch in die geistige Gährungübergeführt werden, wo sie dann ein säuerlich geistiges Getränk (den Kumißder Tartaren) darstellt, aus dem durch Destillation wahrer Alkohol (Arki)erhalten werden kann. Ohnedies geht die Milch sehr bald in die saure Gäh-rung , und die erzeugte Essigsäure bewirkt das Gerinnen der Milch. Durchdieses Gerinnen zerfällt die Milch in einen festen käsigen Theil und i» einedurchsichtige Flüssigkeit. Die Alkalien verhindern das Gerinnen, theils weilsie die sich bildende Säure sogleich neutralisiren, theils weil sie den käsigenTheil der Milch aufzulösen im Stande sind; andererseits befördern saureKörper das Gerinnen sehr, und bewirken dasselbe schneller und vollständiger,indem sie sich mit dem käsigen Theile chemisch zu verbinden scheinen. Solchedas Gerinnen befördernde Körper sind, außer den Säuren, der Alaun undvorzüglich solche Salze, welche ein schweres Metalloxyd zur Basis haben,als Zinnsalz, Bleizucker, Eisen- und Kupfervitriol, Silber und Quecksilber-salpeter u. a. m. Aber auch andere Körper bewirken das Gerinnen der