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1 (1828) Einfache Mittel
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Hecur ^seüi

Die Hausenblase wird gebraucht zum Klarmachen der Flüssigkeiten, undzur Bereitung des sogenannten englischen Pflasters.

5 5e<mr ^.8«1U. Das Oel. Leberthran.

In Norwegen, und wahrscheinlich auch in andern nördlichen Küsten-ländern, wird aus der Leber des Kabliau («aäus Morrnua I^inn.), der inden gemäßigten Meeren, in der Nordsee, bei Neufundland:c. in ungeheurerMenge zu finden ist, da ein Fisch 4 Millionen Eier hat, so daß die Fische-rei ganze Flotten beschäftigt, And welcher getrocknet unter dem Namen Stock-fisch bekannt ist, dieser Thran (Fischfett) dadurch bereitet, daß man die Le-der in eigenen Fassern faulen läßt, wodurch sich das ölige Fett entwickelt.Dieser Thran wird vorzüglich von Bergen in Norwegen aus unter dem Na-men Leberthran versendet, und von Weißgerbern :c. wie Wallfischthran undHeringsthran verbraucht. Dieser Berger Leberthran ist als Volksmittelgegen Gicht und Rheumatismus schon lange bekannt, und ist endlich auchvon den Aerzten zur Anwendung gezogen worden. Würz er (Hirfeland's I.December 1822. S. 31.) hat eine chemische Untersuchung geliefert. Nachdieser ist der Leberthran röthlich, und überhaupt dunkler, als der gemeineThran, welcher damit verglichen wurde. Er erstarrt zu einer butterartigenMasse bei einer Temperatur, bei welcher der gemeine Wallfischthran nochflüssig ist. Sein spec. Gew- ist nach W. 0,923, das des damit vergli-chenen Thranes 0,907 bis 0,917. Jede unter mehreren Thranarten hatteübrigens ein anderes spec. Gewicht.

Der Geruch des Leberthrans ist fischartig, der Geschmack bitterlich, et-was scharf, auf der Zunge lange anhaltend, wesentlich verschieden von an-dern Thranarten. Wird der Leberthran mit Wasser geschüttelt, so ertheilter letzterem eine strohgelbe Farbe, und durch Abdampfen desselben erhieltman ein zähes, gelbes, fast durchsichtiges Extract, welches ungefähr wie He-ringe riecht, und widerlich bitter schmeckt, an der Luft schmierig wird undsich in Wasser und Weingeist leicht auflöst. Von der wäßrigen Auflösungwird das Lackmuspapier geröthet, von verschiedenen Salzen, die keine Verän-derung hervorbringen, erzeugt das essigsaure Blei einen weißen Niederschlag,schwefelsaures Silber eine geringe sich bald bräunlich färbende Wolke. Gall-öpfeltinctur giebt eine Trübung, die sich an den Wänden des Gefäßes alseine leichte braunschmierige Masse niederschlägt, in Alkohol auflöslich, inWaffer aber unauflöslich. Der gemeine Thran giebt indessen bei der Be-handlung mit Wasser ein ähnliches Extract, welches eben so reagirt, aberweniger beträgt.

In Schwefeläther und Alkohol ist der Leberthran eben so leicht löslich,wie der gemeine Thran.

Das größte Hinderniß der Anwendung ist der äußerst widerliche Geruchund ekelhaft ranzige Geschmack des gewöhnlichen Leberthrans, welcher beiden Gerbereien gebraucht wird. Nach einer Nachricht (Geiger's Magazin1826. August. S. 101.) ist aber auch der Thran, welcher als Volksmittel