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1 (1828) Einfache Mittel
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die Fiederblättchcn oval, ungefähr 3 Zoll lang und 1 —N Zoll breit. Dierothen Blüthen stehen in großen reichblüthigen, aufrechten Rispen. DerKelch ist glockenförmig, die Blumenkrone schmetterlingsförmig.

Die Rinde dieses Baumes (Ourtux lleoNru^ll« j»ml»ieenzi«, (!»,t.cllkl>i»zii) wurde zuerst durch die Engländer, und besonders 1777 durchWright als ein kräftiges Wurmmittel bekannt. Nach Wright kommt siebald in flachen, bald in zusammengerollten, selten über eine Linie dicken Stückenvon etlichen Zollen bis einen Fuß Länge vor, ist außen grau, auf der inner»Seite schwarz und gefurcht, hat einen faden, schleimigen, bitterlichen Ge-schmack und einen widrigen, bei der trocknen Rinde besonders beim Pulvernund beim Uebergießen mit siedendem Wasser bemerklichen Geruch. Das dar-über abgezogene Wasser soll einige Schärfe und einen widrigen Geruch ha-ben. Die Abkochung mit Wasser sieht braun aus, Und liefert etwas überden sechsten Theil an gummigem, mildbitterm, der geistige weingelbe Auszugaber -^ außerordentlich bitteres, anhaltend fast wie Pfeffer beißendes Extract.

Die vor mir liegende jamaikanische Wurmrinde, von Hrn. Batka er-halten, ist außen blaulichgrau, hin und wieder mit Flechten besetzt, unterder Epidermis sogleich in ein frisches Gelb übergehend, welches bei dem in-nern Lycile der starken Splintlage etwas ins Braunliche übergeht. DieseSplintlage ist sehr faserig, daher die Rinde wohl in die Länge splittert, abernicht in die Quere bricht. Der Geschmack ist kräftiger, bitterer, als bei der'surinamischen Rinde.

Auch die jamaikanische Wurmrinde wurde von vr. Hütten schmi dtmit heißem Weingeiste erschöpft, der Weingeist abgezogen und der Rückstandmit Wasser versetzt, wo sich ein schwarzgrüncs Harz mit Wachs und einerdem Ulmin ähnlichen Materie vermischt ausschied, welche durch Lösen in hei-ßem Weingeiste, Erkalten u. s. w. getrennt wurden. Die wäßrige Lösungwurde mit Bleiessig versetzt, und Hydrothionsäure durchströmen gelassen. Diefiltrirte weingelbe Flüssigkeit schmeckte bitter. Salzsäure und Salpetersäurefällten daraus Krystalle von gelber Farbe, dem Gummigutt ähnlich; Schwe-felsäure und Phosphorsaure bildeten ebenfalls gelbe Niederschläge; Kali färbtesie safrangelb; Silbersolution fällte sie wenig; Eisenvitriol und Jod gar nicht.

Die Lösung wurde nun mit mehrerer Säure versetzt, die erhaltenen Nie-derschläge durch wiederholtes Lösen in Wasser und Krystallisiren gereinigt;ferner die schwefelsaure Verbindung mit kohlensaurem Baryt digerirt, undso ein eigenthümlicher Stoff, das Iamaicin erhalten. Das Iamaicin, Ia-maikastoff, krystallisirt in Quadrattafeln, ist undurchsichtig, gelb wie Gum-migutt. In Wasser sind die Krystalle leicht löslich, etwas schwieriger inWeingeist. Die Lösung verändert weder Lackmus- noch Kurkumcpapier. Wo»Kali und salpctersaurem Quecksilberoryd wird sie nicht verändert; Chlor färbtsie roth, wäßriges Jod veranlaßt ein schwaches Opalisiren; Sublimat undGallustinctur fällen einen gelben Niederschlag. Mit mehreren Säuren bildetes krystallisirbare, lösliche, bitterschmeckende Verbindungen. Die Krystalleder reinen Substanz schmelzen schon unter dem Kochpunkte des Wassers; bei

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