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Ferrum
säure mit Kohlenpulvel und Eisen zusammengeschmolzen wird. Die Verbin-dung Hot metallischen Glanz, ist grauweiß, spröde und ziemlich leichtflüssig.Eine geringe Menge Phosphoreise» in einer größeren Menge metallischenEisens aufgelöst vermindert in der Kalte die Zähigkeit desselben, und verur-sacht, daß es bei der gewöhnlichen Temperatur der Luft leicht bricht. AlleEisenerze, die phosphorsaure Kalkcrde und besonders ein phosphorsaures Ei-sensalz enthalten, geben ein phosphorhaltiges Roheisen, welches zwar zu Guß-eisen benutzt werden kann, welches aber zur Bereitung von Stabeisen un-tauglich ist.
Mit dem Kohlenstoffe verbindet sich das Eisen in mehrern Verhältnissen.Mit Kohle übersättigt bildet es einen Körper, den man Reißblei oder Gra-phit (?Iuml>»3<>) nennt. Dieses kommt theils in der Natur vor, theils wirdes künstlich gebildet, wenn Roheisen in einer höheren Temperatur mit einemUeberschusse von Kohlenpulvel lange cämentirt wird. Das natürliche Reiß-dlei ist stahlgrau, mehr oder weniger ins Schwarze sich ziehend, schwachmetallglänzenb, von blättrig schuppiger Textur, weich, fühlt sich fettig an,färbt stark ab, ist geschmacklos und unschmelzbar. Spec. Gew. ^- 2,4.Der reinste Graphit aus Cumberlcmd in England besteht aus 96 Th. Koh-lenstoff und 4 Th. Eisen. Die verschiedenen Arten des Roheisens und desStahls sind verschiedene Verbindungsstufcn des Eisens mildem Kohlenstoffe.Stahl ist ein weniger kohlehaltiges Eisen als Roheisen, und verbindet mitder Geschmeidigkeit des reineren Eisens die Härte und leichtere Schmelzbar-'kcit des Roheisens. Man kennt zur Bereitung des Stahls mehrere Metho-den, und darnach giebt es mehrere verschiedene Sorten von Stahl; alle aberbezwecken, das reine Eisen mit einer gewissen Menge Kohlenstoff zu verbin,den. Obgleich eine gewisse Menge Kohlenstoff zur Güte des Stahls noth-wendig ist, so ist dieses doch nicht allein hinreichend, um den besten Stahlhervorzubringen, sondern es ist dazu auch noch eine Beimischung von Manganund von Phosphor nöthig; auch andere Metalle, als Silicium, Magnesium,Rhodium, Chrom, und besonders Silber, sind sehr nützliche Zusätze.
Der Stahl hat eine hellere Farbe als das Eisen; sein spec. Gew. ist7,8 bis 7,9. Wenn der glühende Stahl schnell abgekühlt wird, z. B. durchEintauchen in kaltes Wasser, so wird er hart, und kann, ohne zu zerbre-chen, nicht mehr gebogen werden. Er ritzt jetzt Glas, und kann von derFeile nicht mehr angegriffen werden. Das Anlaufen des Stahls nach demErhitzen ist eigentlich eine Oxydation und die hierbei sich zeigenden Regenbo-genfarben bestimmen den Grad der Hitze für den zu verschiedenen Zweckenbestimmten Stahl,
Von diesen Verbindungen des Eisens mit dem Kohlenstoffe ist der Gra-phit in den medicinischen Gebrauch gezogen, und sowohl innerlich als äußer-lich angewandt worden, zu welchem er auf den gehörigen Grad der Feinheitgebracht werden muß. Zum innerlichen Gebrauche besonders darf nur dernatürliche, und zwar der beste, der englische Graphit von Cornwall genom-men werden, da der gewöhnliche noch Silicium, Alumium, Schwefelkies