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Eisen wird, aber seine Geschmeidigkeit dabei verliert. Die Kalkerde unddie erdigen Fossilien, welche die Gangart des Eisenerzes bilden, schmelzen zueinem unklaren Glase, Schlacke genannt, die dem fließenden Eisen zum Bo-den des Ofens folgt, wo beide in zwei Schichten sich sammeln, von welchendie Schlacke die obere bildet, und das darunterliegende geschmolzene Eisengegen die Einwirkung der Luft schützt. Die Schlacke sammelt sich in weitgrößerer Menge als das reducirte Eisen an, und muß deswegen von Zeit zuZeit durch eine Oessnung abgelassen werden. Wenn das geschmolzene Eisenseinen bestimmten Platz am Boden des Oftns füllt, wird der Sand wegge-nommen, der Herd geöffnet, und das Eisen in eigene in Sand gebildeteFormen herausgelassen, wo es erstarrt Molde» oder Gänse bildet. Es wirdmin Guß- oder Roheisen genannt.
Das Roheisen ist nun ein Gemenge reducirter Stoffe, deren Haupt-masse ein mit verschiedenen Mengen Kohlenstoff verbundenes Eisen ist, nachwelchem es ein verschiedenes Ansehen und Verhalten zeigt. Um dieses Eisengeschmeidig zu machen, ist es nöthig, die Kohle und alle fremden Metall-stoffe, die es enthalten kann, durch Verbrennen zu entfernen. Dieses ge-schieht in eigenen Oefen, wo das Roheisen umgeschmolzcn wird. Man nenntdiese Operation das Frischen, und der erstarrte Eiscnklumpcn bekommt denNamen gefrischtes Eisen. Das gefrischte Eisen wird aus dem Herde ge-nommen, und unter großen durch Wasser getriebenen Hammern ausge-schmiedet. Bei jedem Hammerschlage wird eine große Menge der in derMasse mechanisch eingemengten Schlacke ausgepreßt, auf deren Kosten dieKohle des Gußeisens verbrannt worden ist. Sobald die metallischen Theilehinlänglich an einander haften, und die Schlacke völlig ausgepreßt wordenist, wird das Eisen zu Stangen oder Stäben von verschiedenen Dimensionengeschmiedet, und bekommt in diesem Zustande den Namen Stabcisen. Sokommt das geschmeidige Eisen im Handel vor.
Das am besten bereitete Stabeisen enthält noch gegen 4 Procent Koh-lenstoff und ungefähr einen halben Tausendtheil Kiesel. Solches Stabeisen,welches man aus manganhaltigen Erzen bekommt, enthalt außerdem immereine Portion Mangan, die jedoch keinesweges der Güte des Eisens nachthei-lig ist. Wen» die Eisenerze Schwefel, Phosphor, Arsenik oder Kupfer ent-halten, so erhält das Eisen Unarten, von welchen es durch die größte Sorg-falt bei der Bereitung sich nicht befreien läßt, weil diese Stoffe nicht voll-kommen wcggeglüht werden können, sondern durch die Affinität der größernEisenmasse gegen die Einwirkung der Luft geschützt werden. Enthalt das Ei-sen Schwefel, Arsenik oder Kupfer, so bekommt es die Unart, beim Roth-glühen unter dem Hammer in Stücke zu zerfalle»; man nennt ein solchesEisen, rothbrüchig. Wenn es Phosphor enthält, läßt es sich wohl in derGlühhitze behandeln, aber es zerspringt, wenn es nach der Abkühlung gebo-gen wird; dieses nennt man kaltörüchigcs Eisen.
Um ein völlig reines Eisen aus Stabci''en darzustellen, muß man Eisen-feile mit .', ihres Gewichts schwarzem Eisenorydul mischen, das Gemenge in
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