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Digitalis
ähnlich (daher die Pflanze auch ?l2xin«U» heißt); die Blättchen gegenüber-stehend, eiförmig, dunkelgrün, glänzend, hin und wieder mit durchsichtigenPunkten bezeichnet. Die wohlriechenden Blumen sind blaßroch, dunkel oderpurpurroth gestreift, oder ganz weiß, und bilden eine schone große zusam-mengesetzte Traube am Ende des Stengels. Der Kelch ist fünfblättrig undschwarzröthlich; die große Blumenkrone öffnet sich unregelmäßig und ist fünf-blättrig. Die zehn Staubfäden sind pfriemenförmig, so lang als die Blumen-krone, und mit vierseitigen Staubbeuteln versehen.
Die Blüthezeit ist Juni und Juli.
Die frische Wurzel, welche im April und Mai eingesammelt wird, istlänglich, fingcrsdick, saftig, fleischig, weiß, in der Mitte holzig, von einembittern scharfen, gewürzhafte» Geschmacke, und einem starken, widrigen,bocksartigen Gerüche, welche aber beide durchs Trocknen fast gänzlich verlo-ren gehen. In den Apotheken wird bloß die von ihrem mittleren, holzigen,unwirksamen Theile befreite, linicndicke, sich von selbst in fingerslange undbisweilen auch fingersdicke röhrenförmige Stücke aufrollende Rinde der Wur-zel aufbewahrt. Je dünner .dieselbe ist, um desto wirksamer soll sie seyn.Sie muß nicht zu alt und wurmstichig seyn.
Der Aufguß ist bitter, und wird von schwefelsaurem Eisen nicht ver-ändert.
viZittlli«. Das Kraut. Purpurfingerhutskraut.VIZItHli« pui-pure» I/mn. Eine zweijährige auf Bergen in' derSchweiz und in Deutschland wachsende Pflanze.
Die länglichen oder langlich-lancettförmigen, an der Basis ver-dünnten, sitzenden, scharf gekerbten, runzligen, mehr oder we-niger filzigen Blatter, von bitterlich scharfem Geschmacke. Es istin der ersten Blüthezeit von in bergigen Gegenden wildwachsenden,nicht von im Gatten gezogenen Pflanzen zu sammeln. Es werdeim Schatten und in vom Lichte entfernten BeHaltern getrocknet,auch nicht über ein Jahr aufbewahrt. Vorsichtig aufzubewahren.Die Gabe bis auf zwei Gran.
viziwli« purpure» I/inn. Der rothe Fingerhut.I^inn. <^I. XIV. Di6)N2mil>. 0i'6. 2. ^nAi»8permi2.5u«z. ci. VIII. Orä. ?. Herupliuwi'iae.
Der purpurrot!)« Fingerhut wächst in mehreren Gegenden Deutschlands,in der Schweiz, überhaupt im südlichen Europa. Man findet ihn häufig insteinigen, sandigen, bergigen und waldigen Gegenden, an Wegen, an denRändern der Wälder und an Feldern. Seiner schönen Blumen wegen wirder auch in Gärten zur Zierde gezogen.
Die Wurzel ist zaserig, und treibt einen aufrechten, einfachen, 2 — 3Fuß hohen, dicken, runden und rauhen Stengel. Die Blätter, besonders