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1 (1828) Einfache Mittel
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eckig, ungleich gestaltet, an einem Ende stumpf, am andern spitzig, auf ei-ner Seite glatt, auf der andern bauchig, auswendig braun, glänzend, in-wendig weiß. Sie sind geruchlos, haben aber einen schleimigen, milden Ge-schmack, und enthalten vielen Schleim. Dieser ist in der äußern Schaleenthalten, und wird aus den unzerquetschten Saamen von kaltem Wasserleicht aufgenommen. Ein Theil Saamen macht 40 Th. Wasser bei anhal-tendem Schütteln sehr schleimig, wobei weder Zerstoßen der Saamen, nochDigestionswärme nöthig ist, welches sogar von baierischen Pharmakopoen ver-boten wird, damit nicht die Blausäure aus den Schalen mit ausgezogenwerde.

Der Quittenschleim ist durchsichtig und wird von dem essigsauren Bleireichlich in hellen weißen Flocken niedergeschlagen; derselbe Erfolg ist uonoxydulirtem salzsauren Zinn, nur ist der Niederschlag noch reichlicher; salz-saures Eisen färbt ihn bläulichgrün (von Gerbestoff, wie P faff vermuthet,oder Blausäure). Werden die Saamen zerstoßen, so geht etwas Eiweißstoffund fein zertheiltes Stärkemehl in den Quittenschleim über.

Die Quittensaamen werden allein zur Bereitung des Quittenschleimesbenutzt, welcher als linderndes Mittel, besonders in Augenentzündungen, oftmit dem Bleizucker, von dem er jedoch niedergeschlagen wird, vereint, em-pfohlen wird.

Aus den Früchten, die roh ungenießbar sind, werden wohlschmeckendeGelses u. s, w. bereitet.

vaueu». Der rohe eingedickte Saft. Roher Mohrrübensaft.Wird aus den Wurzeln von vauou» t^row I^inn.; einer zwei-jährigen angebauten Pflanze Europas, durch Ausziehen desSaftes und Eindicken bereitet.

Eine dicke Flüssigkeit, von der Eonsistenz eines dicken Honig-saftes, von brauner Farbe und süßem Geschmacke. Man sehedaraus, daß er nicht sauer, auch nicht mit Kupfer verunreinigtsev, was durch ein hineingestecktes polirtes Eisen entdeckt wird,endlich daß er nicht angebrannt schmecke.

vaueu« Orota I^inn, Die gemeine Mohrrübe.I^inn. (?I. V. ?ent»n6ri». Ur<3. 3. viA'ni».^u«8. Ol. Xll. 0r<I. 2. Dmiielliiera«!.

Diese allgemein bekannte Pflanze wachst gewöhnlich auf trocknen Wiesen,an Feldern, Wegen und Zäunen, wird aber besonders häufig in Gärten undauf dem Felde cultivirt..

Die Wurzel ist weißgelblich, hart, dünn, spindelförmig, geht tief inden Boden, und macht hin und wieder kleine Wurzelfasern. Die abwechseln-den Blätter umfassen den Stengel, sind groß, weich, 23mal gefiedert.Die weißen oder blaßröthlichen Blümchen stehen in zusammengesetzten Dolden.